Germanwings-Absturz Co-Pilot war am Flugtag krankgeschrieben

Die Hinweise verdichten sich, dass der Co-Pilot, der die Germanwings-Maschine abstürzen ließ, psychisch erkrankt war. In der Wohnung von Andreas L. fand die Staatsanwaltschaft eine Krankschreibung für den Flugtag.
Update: 27.03.2015 - 13:04 Uhr 67 Kommentare

Polizei durchsucht Düsseldorfer Wohnung des Co-Piloten

DüsseldorfDer Co-Pilot des abgestürzten Germanwings-Fluges hat nach Erkenntnissen der Ermittler eine Erkrankung verheimlicht. In seiner Wohnung gefundene Dokumente wiesen auf eine bestehende Erkrankung und eine entsprechende Krankschreibung hin, die auch für den Tag des Fluges gegolten habe, teilte die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf am Freitag mit. Die Staatsanwaltschaft spricht in ihrer Stellungnahme ausdrücklich von zerrissenen und aktuellen Krankschreibungen.

Um welche Krankheit es sich handelte, blieb zunächst offen. Die Ermittler nehmen an, dass der 27 Jahre alte Co-Pilot „seine Erkrankung gegenüber dem Arbeitgeber und dem beruflichen Umfeld verheimlicht hat“. In seiner Düsseldorfer Wohnung seien weder ein Abschiedsbrief noch Bekennerschreiben gefunden worden, es gebe keine Anhaltspunkte für einen politischen oder religiösen Hintergrund. Bezüglich der Art der Erkrankung müssten erst weitere Vernehmungen durchgeführt und Dokumente weiter ausgewertet werden, bevor belastbare Aussagen getroffen werden könnten.

Entsprechend ist noch immer nicht abschließend geklärt, warum der Germanwings-Co-Pilot Andreas L. die Maschine des Flugs 4U9525 absichtlich abstürzen ließ. Inzwischen gibt es aber immer mehr Hinweise darauf, dass der 27-Jährige psychisch erkrankt war. Nach Informationen von „Spiegel Online“ hätten die Ermittler bei der Durchsuchung seiner Wohnung Hinweise darauf gefunden. Um welche Indizien es sich handelte, sei unklar, schreibt die Nachrichtenseite.

Bei der Durchsuchung der Düsseldorfer Wohnung von Andreas L. seien „diverse Gegenstände und Papiere“ beschlagnahmt worden, die nun ausgewertet werden müssten, sagte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf am Freitag. Ob das letztlich den Beweis für die Hintergründe des Flugzeugabsturzes erbringen werde, „muss sich zeigen“.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte am Donnerstag von einer mehrmonatigen Ausbildungsunterbrechung des Co-Piloten berichtet, ohne die Gründe dafür zu nennen. Der „Bild“-Zeitung zufolge pausierte der 27-Jährige damals wegen einer „schweren depressiven Episode“. Auch zuletzt war er demnach in regelmäßiger medizinischer Behandlung. Das Luftfahrtbundesamt bestätigte inzwischen gegenüber dem „Wall Street Journal“, dass neben einer gültigen Fluglizenz der Aktenvermerk „SIC“ vorläge. Dieser bedeute, dass der Pilot sich regelmäßigen, spezifischen Untersuchungen unterziehen müsse. Zu den genauen medizinischen Gründen konnte der Sprecher ausdrücklich keine Angaben machen.

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67 Kommentare zu "Germanwings-Absturz: Co-Pilot war am Flugtag krankgeschrieben"

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  • War das die Waffe :

    http://www.airforce-technology.com/projects/high-energy-liquid-laser-programme/

  • Einfach auf das Play-Zeichen des Videos klicken :

    http://cont.ws/post/80096/

  • Evtl. ist auch hier etwas dran :

    http://www.whatdoesitmean.com/index1852.htm

  • Habe mir mal die Audio-Datei angehört ( kursiert mittlerweile im Internet ).

    Aus den vernommenen "Lauten" konnte ich nicht entnehmen, dass :

    - nur ein Pilot im Cockpit war

    - wer im Cockpit war, falls nur einer dort war ( Co- Pilot oder Kapitän )

    - ob man von innen oder von aussen geklopft hat

    - ob das Klopfen von der Tür kam


    hier reimt sich sehr vieles nicht.

  • @Gröschel
    Meines Wissens ja, ggf. kann über den Staatsanwalt ein "Öffnungsverfahren" eingeleitet werden. Diese Informationen werden jedoch der Öffentlichkeit (auch mit
    Recht!) nicht zugänglich sein. Darum heisst es ja auch ärztliche Schweigepflicht und
    nicht Angehörigen- oder Patientenschweigepflicht.

  • @Rudolf Riedl
    Gilt die Schweigepflicht des Arztes auch nach dem Selbstmord eines Patienten?


  • >> in den Flieger >>

    Sorry, war Cockpit gemeint.

  • @ Herr Willi Kammschott

    >> Es darf nur NIE die Situation entstehen, daß EINE Person auch nur für eine einzige Sekunde allein im Cockpit ist und so die Möglichkeit hat, so etwas anzurichten.>>

    Sehe ich aber nicht als Hauptgrund für die Tatermöglichung an. Auch zwei Personen können sich nach einer verbalen Ausseinandersetzung an die Kehlen gehen.......und den Flieger abstürzen lassen, wenn sie von innen die Tür verriegelt haben und keiner rein darf, um die 2 Streithähne zu besänftigen.

    Der FLUGZEUGKONSTRUKTIONSFEHLER ist offenkundig :

    man muss immer eine Möglichkeit durch das Begleitpersonal haben, in den Flieger von aussen zu steigen !

    Hier hat Airbus Mist gebaut !

  • Die ärztliche Schweigepflicht gilt für jeden.

  • Ganz genau meine Meinung Herr Mitchel,

    hier stinkt etwas gewaltig zum Himmel. Siehe auch: http://www.welt.de/wissenschaft/article3496723/Wenn-Nervengift-ins-Flugzeug-gelangt.html

    Das ist auch der inoffizielle Grund des Treffens der höchsten Repräsentanten von F, D und E vor Ort, um sich zeitnah über die zu verbreitende Legende anbzustimmen.

    Es gibt von diesen drei Ländern ein äusserst vitales Interesse, Airbus aus den Ermittlungen herauszuhalten.

    Soviel zu dem sogenannten "Rechtsstaat"!

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