Gewinnrückgang: Costco-Abschied schmerzt American Express

Gewinnrückgang
Costco-Abschied schmerzt American Express

Bis März 2016 erlaubte die US-Großhandelskette Costco bei Kreditkartenzahlung nur American Express. Seit der Vertrag auslief, steckte Amex mehr Geld ins Marketing – das macht sich nun bemerkbar.
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New York/BangaloreAmerican Express hat zum Jahresende Abstriche machen müssen. Das Kreditkartenunternehmen verdiente im Schlussquartal wegen höherer Marketingausgaben weniger.

Der Überschuss fiel auf 825 Millionen Dollar von 899 Millionen Dollar im Vorjahresquartal, wie der Visa-Konkurrent am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit mehr Gewinn gerechnet.

Die Einnahmen sanken auf 8,02 Milliarden. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um gut ein Prozent.

Die Geschäfte litten unter dem starkem Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung schmälert. Zudem muss Konzernchef Kenneth Chenault das Kunststück meistern, gleichzeitig auf die Kostenbremse zu treten und sich im harten Wettkampf mit den Rivalen Visa und Mastercard zu behaupten. Auch rasant wachsende Online-Bezahldienste wie Paypal und diverse Apps machen dem Branchenurgestein zu schaffen. Chenault hält mit einer Marketing-Offensive dagegen, doch das geht ins Geld.

Amex erklärte den Rückgang auch mit der Partnerschaft mit der Großhandelskette Costco, die beendet wurde. Im Rahmen der Vereinbarung akzeptierte der Konzern nur Amex-Karten als Zahlungsmittel. Die Partnerschaft lief im März 2016 aus. Im Kampf gegen den Wettbewerb gab Amex zudem mehr für Werbung aus.

American Express ist neben Visa und Mastercard einer der drei großen Kreditkarten-Anbieter weltweit. Im Unterschied zu den Konkurrenten vergibt das Unternehmen auch den eigentlichen Kredit. Dadurch verdient American Express nicht nur an den Gebühren für Kartenzahlungen, sondern auch an Zinseinkünften.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr sanken die Erträge um zwei Prozent auf 32,1 Milliarden Dollar. Den Gewinn konnte American Express dennoch um fünf Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar ausbauen. Vorstandschef Chenault zeigte sich zufrieden und sprach von bedeutenden Fortschritten. So konnten etwa die Kosten um vier Prozent auf 22,0 Milliarden Dollar abgebaut werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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