GFK: Einstieg von Michael Dell beunruhigt Finanzinvestor KKR

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Einstieg von Michael Dell beunruhigt Finanzinvestor KKR

Der Finanzinvestor KKR möchte beim Marktforscher GfK einsteigen – und bekommt Gegenwind von Michael Dell. Der Gründer des gleichnamigen Computerherstellers möchte seine frisch erworbenen Anteile nicht veräußern.
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FrankfurtDer Finanzinvestor KKR bekommt bei dem geplanten Einstieg beim Marktforscher GfK Gegenwind aus einer unerwarteten Richtung: Der Computer-Unternehmer Michael Dell hat über einen Fonds seiner Vermögensverwaltung MSD Capital 6,45 Prozent an der GfK erworben, wie aus einer Pflichtmitteilung vom Freitag hervorgeht. Dass er seine Anteile an die KKR weiterreicht, die zusammen mit dem GfK-Verein auf 75 Prozent der Anteile an dem Konsumforschungsunternehmen kommen will, ist nicht zu erwarten: Dell hat sich zu einem Preis in der Nähe des Übernahmeangebots von KKR eingedeckt, würde also bei einem Verkauf keinen Gewinn machen. Zudem hat sich sein MSD European Opportunity Master Fund unter anderem auf Spekulationen bei Übernahmen spezialisiert. MSD Capital ist rund zwölf Milliarden Dollar schwer.

Die GfK-Aktie notiert seit Tagen knapp über dem Angebot von KKR von 43,50 Euro. Am Freitagnachmittag lag sie bei 43,85 Euro. Das macht die Annahme des KKR-Angebots für die Aktionäre wenig attraktiv. „KKR macht sich natürlich Gedanken über die Pläne von Dell“, sagte ein Insider. Ein weiterer GfK-Anteilseigner hatte Ende Januar ein Drei-Prozent-Paket verkauft, statt es KKR anzudienen. Wer es übernommen hat, ist bisher unklar.

Der US-Finanzinvestor hatte bis zum Mittwoch nur 3,5 Prozent der GfK-Aktien angedient bekommen. Seine Offerte läuft noch bis zum kommenden Freitag (10. Februar). 18,5 Prozent braucht er, um bis dahin zusammen mit dem GfK Verein die angepeilten 75 Prozent zu erreichen. Der Eigentümerverein, in dem deutsche Konsumgüterhersteller und Finanzfirmen zusammengeschlossen sind, will die Nürnberger GfK mit Hilfe von KKR aus der Krise führen. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz um fast vier Prozent auf 1,48 Milliarden Euro, der operative Gewinn brach sogar um 18 Prozent auf 154 Millionen Euro ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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