Griechenland-Krise
Touristen horten Bargeld im Hotel-Safe

Noch sind die griechischen Hotels voll, doch die Buchungen sehen mau aus. Touristen haben zunehmend Angst vor den Auswirkungen der Schuldenkrise – es häufen sich Anfragen nach sicheren Hotelsafes, um Bargeld zu lagern.
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Athen/BerlinDer griechische Hotelketten-Manager Kostas Dimitrokalis hat in diesen Tagen von seinen Kunden Anfragen betreffend Ausstattungen erhalten, die normalerweise im Zeitalter von Kreditkarten und Internet ignoriert werden: sichere Hotelsafes, um dort Bargeld zu lagern.

„Kunden wollen sich sicher fühlen, dass sie für den Fall, dass etwas passiert, Zugang zu Geld haben“, erklärt Dimitrokalis im Interview mit Bloomberg. Er ist Chef von KD Hotels – einer Kette mit sechs Ressorts auf Santorin in der südlichen Ägäis. „Sie reisen mit mehr Bargeld an.“

Kunden dabei zu helfen, sich sicher zu fühlen, ist etwas, was Dimitrokalis durchaus leisten kann. Was ihm allerdings mehr Kopfzerbrechen bereitet, ist die Möglichkeit, dass sie gar nicht erst nach Griechenland anreisen. Auch wenn seine Hotels im Moment recht voll sind, sehen die zukünftigen Buchungen laut Dimitrokalis im Moment eher schwach aus. Dahinter würden offenbar Sorgen um die weitere Finanzierung des Landes stehen.

Das ist eine Einschätzung, die so ähnlich auch von der griechischen Urlaubsbranche als Ganzes zu hören ist. Der Verband griechischer Touristik-Unternehmen hatte im vergangenen Monat erklärt, dass es nach einem starken Jahresstart zuletzt wieder schwächer ausgesehen habe. In der vergangenen Woche wollte der Verband angesichts des Streits zwischen Griechenland und seinen Gläubigern keine neuen Angaben machen, weil „die Situation im Moment einfach zu sehr in Schwebe ist“.

Der Fremdenverkehr leistet einen Beitag von 17 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt von Griechenland. Das bedeutet, sollte es in dieser Branche zu einer Abschwächung kommen, würde das die Wirtschaft des Landes relativ hart treffen. Vor den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern in den vergangenen Wochen war das Land auf dem besten Weg, einen neuen Rekordwert bei den Besucherzahlen aufzustellen – im ersten Quartal stieg die Zahl der Touristen um 46 Prozent auf 1,73 Millionen. Das geht aus aktuellen Daten der griechischen Zentralbank hervor.

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„Lassen Sie Vorsicht walten“

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