Größter deutscher Börsenbetreiber
Deutsche Börse startet mit mehr Gewinn ins Jahr

Dank einer leichten Belebung im Handel sowie geringeren Kosten startet die Deutsche Börse mit Rückenwind ins neue Jahr. 2014 setzt der Börsenbetreiber vor allem auf Asien und will dort seine Präsenz deutlich steigern.
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FrankfurtDie Deutsche Börse startet dank einer leichten Belebung im Handel mit Rückenwind ins neue Jahr. Der Betriebsgewinn (Ebit) schoss im ersten Quartal um 72 Prozent auf 330 Millionen Euro nach oben, wozu allerdings auch eine Reihe von Sondereffekten beitrugen. „In einigen Geschäftsbereichen hat sich das Marktumfeld im ersten Quartal belebt“, sagte Deutsche-Börse-Finanzchef Gregor Pottmeyer am Montagabend. Die Nettoerlöse des größten deutschen Börsenbetreibers kletterten um sechs Prozent auf 514 Millionen Euro - das ist der höchste Wert seit dem dritten Quartal 2011.

Wegen der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Euro-Schuldenkrise und der schärferen Regulierung der Finanzmärkte haben sich Investoren in den vergangenen Jahren stark zurückgehalten. Im ersten Quartal zog der Handel auf den Plattformen der Deutschen Börse jedoch wieder etwas an. Zudem hat das hessische Unternehmen die Kosten gedrückt. Vor gut einem Jahr hatte der Konzern ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt und dafür im ersten Quartal 2013 einmalige Kosten von rund 66 Millionen Euro verbucht.

Die Deutsche Börse profitiert außerdem von der Vollkonsolidierung der Energiebörse EEX Anfang 2014 sowie von der Fusion der US-Börsen Bats Global Markets und Direct Edge. Der Anteil der Deutsche Börse an Direct Edge ist durch den Zusammenschluss mehr wert, zudem erhielt die Deutsche Börse eine Sonderdividende. Dies bescherte den Frankfurtern einen einmaligen Ertrag von 63 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn der Deutschen Börse im Auftaktquartal um gut 80 Prozent auf 219 Millionen Euro, bereinigt um Sondereffekte jedoch lediglich um neun Prozent auf 185 Millionen Euro.

Die Deutsche Börse erwartet dank des Anziehens der Wirtschaft und der Expansion in Asien 2014 erstmals seit zwei Jahren wieder steigende Gewinne. Das Unternehmen hat zuletzt unter anderem ihre Zusammenarbeit mit der Shanghai Stock Exchange und der Bank of China intensiviert. Mit letzterer entwickelt die Börse die nötige Infrastruktur, damit Frankfurt zu einer Drehschreibe für den Handel mit der chinesischen Währung werden kann.

„2014 stehen der Ausbau der Infrastruktur und die Erschließung neuer Wachstumsfelder, insbesondere der Ausbau unserer Präsenz in Asien, im Fokus“, sagte Finanzvorstand Pottmeyer. "Die notwendige finanzielle Flexibilität dazu haben wir uns mit unserem konsequenten Kostenmanagement der letzten Jahre geschaffen." Die operativen Kosten lagen Anfang 2014 mit 248 Millionen Euro rund 16 Prozent tiefer als vor Jahresfrist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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