Groupon im Aufwind
Aktie des Schnäppchenportals steigt um 19 Prozent

Groupon hat durch das neue Führungsgespann wieder Aufwind bekommen. Die Aktie des Online-Schnäppchenportals stieg um 19 Prozent. Die Strategie des Interimschefs Lefkofsky ging auf.
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San FranciscoDas neue Groupon-Führungsduo beweist weiterhin ein glückliches Händchen. Das zwischenzeitlich in Bedrängnis geratene Portal konnte vor allem im nordamerikanischen Heimatmarkt zuletzt mehr Schnäppchen verkaufen. Dazu beigetragen hat auch die Verbreitung von Smartphones und Tablet-Computern. Mittlerweile werden in Nordamerika die Hälfte aller Einkäufe von diesen mobilen Geräten aus getätigt. Die Aktie stieg am Mittwoch nachbörslich um 18 Prozent.

„Nach zwei Quartalen im Job bin ich zufrieden mit den Fortschritten, die wir in solch einer kurzen Zeit gemacht haben“, sagte Mitgründer Eric Lefkofsky am Sitz in Chicago. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats hatte zusammen mit seinem Stellvertreter Ted Leonsis die Geschäfte übernommen, nachdem sein Kompagnon Andrew Mason im Februar wegen Erfolglosigkeit gefeuert worden war. Lefkofsky wurde nun zum alleinigen Firmenchef bestellt, während Leonsis den Vorsitz im Verwaltungsrat übernimmt. Er ist damit oberster Kontrolleur.

Lefkofskys Strategie rückte die Nutzer von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets in den Mittelpunkt. Sie brachten zuletzt 50 Prozent des Umsatzes. Im Vorjahr waren es 30 Prozent.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von Groupon um 7 Prozent auf 609 Millionen Dollar (457 Mio Euro). Die Analystenerwartungen lagen bei 606,2 Million Dollar. Das Wachstum kam aus Nordamerika, dem Stammmarkt des Unternehmens. In den USA und Kanada wuchsen die Umsätze um 45 Prozent und kompensierten damit den 24-prozentigen Rückgang in Europa, Nahost und Afrika sowie das Umsatzminus von 26 Prozent in den anderen Teilen der Welt.

Allerdings legten auch die Kosten kräftig zu, so dass am Ende ein Verlust von unterm Strich annähernd 8 Millionen Dollar herauskam. Vor einem Jahr hatte Groupon noch gut 28 Millionen Dollar verdient. Jedoch war gleichzeitig das Wachstum ins Stocken geraten, was die Anleger in Scharen flüchten ließ. Seit dem Amtsantritt des neuen Führungsgespanns hat sich der Aktienkurs in etwa verdoppelt.

Auf der Ergebnisseite stand im zweiten Vierteljahr ein Nettoverlust von 7,6 Millionen Dollar oder ein Cent pro Aktie. Vor Jahresfrist stand ein Gewinn von 28,4 Million Dollar oder vier Cent je Aktie zu Buche. Ohne Sonderposten erreichte Groupon einen Gewinn von zwei Cent je Anteilsschein und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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