Handelsabwickler
Londoner Börse senkt Offerte für LCH deutlich

Die Londoner Börse hat wegen verschärfter Kapitalanforderungen ihre Kaufangebot für den größten unabhängigen Wertpapierabwickler LCH.Clearnet um ein Viertel gesenkt.
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LondonBeide Unternehmen teilten am Montag mit, der neue Preis liege bei 15 Euro je Aktie und damit nunmehr vier Euro weniger als zuvor. Damit wird die Handelsplattform mit rund 610 Millionen Euro bewertet. Die LSE will einen Anteil von 60 Prozent übernehmen.

Die Londoner Börse sah sich zu den Neuverhandlungen der Kaufvereinbarung vom April gezwungen, weil die europäischen Finanzaufseher schärfere Kapitalvorgaben für Abwicklungshäuser wie die LCH einführen wollen. Dadurch wird die LCH im kommenden Jahr wohl 300 Millionen Euro zusätzliches Kapital aufnehmen müssen. Durch die Senkung der Offerte deckt die Londoner Börse einen Großteil der ihr dadurch wohl entstehenden Zusatzkosten. "Die heutige Ankündigung ist eine gute Nachricht für die LSE-Aktionäre", sagte Analyst Peter Lenardos von RBC Capital Markets. Die LSE-Aktie legt 0,3 Prozent zu.

Zu den LCH-Anteilseignern gehören fast 100 der größten Handelsbanken sowie die Börsen London Metal Exchange und die New York Stock Exchange.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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