Handelstechnologie
Deutsche-Börse-Tochter ISE unterliegt im US-Patentstreit

Die US-Tochter ISE hat eine Schlappe im Patentstreit mit Konkurrent CBOE erlitten. Ein US-Gericht hat in mehreren Schlüsselfragen zugunsten von CBOE entschieden. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.
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Frankfurt/San FranciscoRückschlag für die Deutsche Börse-Tochter ISE: Ein US-Gericht hat ein Patentverfahren der ISE gegen den Konkurrenten CBOE vorzeitig beendet. Die Derivatebörse ISE wirft der CBOE vor, ein von ihr entwickeltes elektronisches Handelssystem für Optionen kopiert zu haben. Die zuständige Richterin Joan Lefkow sah dies aber offenbar anders und hat vorab in mehreren Schlüsselfragen zugunsten der CBOE entschieden, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. CBOE-Chef William Brodsky sieht sich als Sieger des Rechtsstreits und sprach am Donnerstag erfreut von einem „richtigen“ Prozess-Ergebnis.

Die ISE will von einer Niederlage jedoch nichts wissen und will unverzüglich in nächster Instanz gegen das Urteil vorgehen. „Die ISE ist weiter fest davon überzeugt, dass die CBOE abgekupfert hat und nach wie vor das Patent auf die ICE-Handelstechnologie verletzt“, erklärte der Konzern. Der gerichtliche Streit zwischen ISE und die CBOE läuft bereits seit vielen Jahren. Die Deutsche Börse hat die ISE 2007 für knapp drei Milliarden Dollar verkauft, musste den Buchwert der Tochter im Zuge der Finanzkrise seitdem jedoch zwei mal abschreiben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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