Honorar aus Rettungsfonds
Kanzlei erhielt 5,5 Millionen Euro für Beratung

An der Bankenrettung haben 2008 nicht nur das Finanzministerium und die Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt mitgearbeitet. Auch die Anwälte von „Freshfields“ wirkten mit an dem Gesetz – und erhielten dafür Millionen.
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BerlinDie Anwalts-Kanzlei „Freshfields“ hat vom staatlichen Bankenrettungsfonds zwischen Oktober 2008 und Ende Oktober 2009 rund 5,5 Millionen Euro Beratungs-Honorare kassiert. Entsprechende Angaben des Onlineportals „Bild.de“ wurden am Freitag von der Finanzmarkt-Stabilisierungsanstalt (FMSA) bestätigt, die den staatlichen Bankenrettungsfonds verwaltet.

Die große Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer hatte unter anderem an dem Gesetz zur Banken-Rettung mitgewirkt. Die FMSA gehört zwar zum Geschäftsbereich des Finanzministeriums. Das Finanzministerium war unter dem damaligen Ressortchef und heutigen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück aber den Angaben zufolge nicht an der Vergabe dieser Mandate an die Kanzlei beteiligt.

Nach früheren Angaben des Ministeriums von 2009 hat Freshfields Bruckhaus Deringer 2008 das Finanzmarktstabilisierungsgesetz und die Finanzmarktstabilisierungsfonds-Verordnung erarbeitet sowie 2009 ein dazugehöriges Ergänzungsgesetz. Dafür hatte das Finanzministerium wiederum gut 1,83 Millionen Euro überwiesen.

Ein Sprecher des SPD-Kanzlerkandidaten hatte schon Ende 2012 erklärt, Steinbrück sei als Finanzminister nicht mit der Vergabe von Ministeriumsaufträgen an eine Anwaltskanzlei befasst gewesen. Nach seiner Amtszeit hatte Steinbrück für 15 000 Euro Honorar einen Vortrag bei dieser Kanzlei gehalten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Honorar aus Rettungsfonds: Kanzlei erhielt 5,5 Millionen Euro für Beratung"

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  • Die ganzen "VORTRÄGE" von Steinbrück waren doch von Anfang an "GETÜRKTE" Provisionszahlungen für seine Dienstleistungen, die er als Finanzminister bereits erbracht hatte !

    Er konnte sich doch diese Schmiergelder nicht in die "SCHWEIZ" überweisen lassen, zumal er mit denen "INDIANERE-KRIEGE" geführt hatte !!

    Sonst würde doch kein Mensch für Laberstündchen ( mit immer dem gleichen Inhalt ) solche Honorare bezahlen ??!!!!

    Da hat sich Fettnäpfchen-Peer halt eine Verdeckte Strategie mit den "VORTRÄGEN" ausgedacht, um die Fakelaki-Umschläge einzusammeln !

    So geht Finanzwirtschaft heute................!!

  • Eines muss man sich einmal überlegen. Das Finanzministerium bedient sich einer privaten Beratungsgesellschaft. Wohl aus dem Grund, da man auf die fachliche Qualifikation von Experten ??? angewiesen ist. Offensichtlich ist das Finanzministerium selbst nicht in der Lage das auszuarbeiten bzw. es besitzt dort niemand die nötige fachliche Qualifikation.

    Nun stellt sich mir eine Frage ? Herr Steinbrück hält bei dieser Kanzlei einen Vortrag und kassiert dafür 15.000.- Euro. Wenn ihm als Finanzminister und seiner Behörde die nötige Qualifikation in spezifischen Dingen fehlt, was sollen die Leute von der betreffenden Kanzlei von seinem Vortrag denn lernen. Die wissen ja offensichtlich viel besser Bescheid als Herr teinbrück selbst. Im Umkehrschluß wäre das so - wie wenn ein Hobby-Kfz-Schrauber den besten Ingenieuren bei Daimler Benz einen Vortrag über Motorensteuerung hält. Offensichtlich zahlt man nur Geld für die Vorträge seitens Hern Steinbrück um politischen und vor allen Dingen wirtschaftlichen Einfluss zu nehmen. Und vor allen Dingen deshalb, weil man hofft, das Finanzministerium werde wieder auf die Kanzlei zurückgreifen und wieder viel für Beratungen zahlen.
    Herr Steinbrück hätte auch einen Vortrag über Heimwerken halten können - die 15.000.- Euro hätte die Kanzlei auch bezahlt.

  • Man fragt sich, wofür Dtld. ein Justizministerium und einen Steinbrück, der in Entscheidungen hernach ja nie eingebunden sein will, braucht ...

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