Hotel-Fusion Marriott will Starwood schlucken

Mehr als eine Million Betten werden Marriott International und Starwood Hotels nach der Riesen-Fusion anbieten. Was das für Marken wie Ritz-Carlton, Le Meridien oder Sheraton bedeutet.

Mega-Fusion in der Hotelbranche: Marriott übernimmt Starwood

Mega-Fusion in der Hotelbranche: Marriott übernimmt Starwood

Bethesda/ StamfordDie Hotelkette Marriott International will den Konkurrenten Starwood Hotels für gut zwölf Milliarden Dollar übernehmen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen hätten dem Vorhaben zugestimmt, teilten die Konzerne am Montag mit. Durch den Zusammenschluss entstünde der größte Hotel-Konzern der Welt mit mehr als 5500 Hotels und mehr als einer Million Betten.

„Die treibende Kraft hinter diesem Zusammenschluss ist Wachstum“, betonte Marriott-Vorstandschef Arne Sorenson, der den Hotel-Riesen führen wird. Der Abschluss des Deals wird für Mitte 2016 erwartet. Marriott rechnet ab dem ersten Jahr nach der Fusion, mindestens 200 Millionen Dollar jährliche Kosten einsparen zu können.

Das sind die größten Hotelketten der Welt
Platz 10: Best Western (USA)
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Die Best-Western-Hotelgruppe wurde 1946 vom Hotelier Merril K. Guertin gegründet. Am Anfang bestand die Kooperation aus 67 eigenständigen Hotels. Mittlerweile ist die Zahl der Häuser auf fast 4000 gestiegen. Neben Hotels betreibt Best Western in den USA auch Motels.

Zimmer: 302.144

Platz 9: BTG Hotels + Home Inns (China)
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Nach der Zusammenlegung mit der einst im Nasdaq notierten Home Inns Group, einee der größten Hotelketten in China, schafft es die Beijing Tourism Group mit Leichtigkeit in die Top 10.

Zimmer: 350.000

Platz 8: Starwood Hotels & Resorts (USA)
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Die berühmteste Hotelmarke der Starwood-Hotelgruppe ist zweifelslos Sheraton. Daneben gehören weitere neun Marken zur amerikanischen Hotelgruppe. Insgesamt beschäftigt der Konzern über 180.000 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen 1930.

Zimmer: 369.967

Platz 7: Jin Jiang (China)
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Die Jinjiang-International-Hotelgruppe ist ein chinesisches Staatsunternehmen – und eines der größten in der chinesischen Touristikbranche. Zu den bekanntesten Hotel-Marken gehören das Plateno, 7 Days Inn und Golden Tulip.
Zimmer: 475.000

Platz 6: Choice Hotels International (USA)
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1939 gegründet gehört die Choice-Hotelgruppe vom Umsatz her zu den kleineren Hotelketten innerhalb der Top 10. Gemessen an den Hotelzimmern jedoch ist das Unternehmen die sechstgrößte Hotelgruppe der Welt. Zur Gruppe gehören Marken wie Clarion oder Comfort Inn.
Zimmer: 504.808

Platz 5: Accor + FRHI (Frankreich)
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Die Accor-Hotelgruppe ist die größte Gruppe auf dem europäischen Festland. Der französische Konzern, zu dessen Marken nach der Übernahme von FRHI Hotels & Resorts neben Mercure und Ibis nun auch Fairmont und Swissôtel gehören, bietet insgesamt über eine halbe Million Hotelzimmer an. Der Umsatz betrug im Jahr 2014 knapp 5,5 Milliarden Euro.
Zimmer: 567.517

Platz 4: Wyndham Hotel Group (USA)
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1974 gegründet entwickelte sich die Wyndham-Hotelgruppe zu einer der größten Hotelketten der Welt. Die 32.500 Mitarbeiter generieren einen Umsatz von über vier Milliarden Dollar. Zu den bekannteste Marken des Konzerns zählen Ramada, Tryp oder Days Inn.
Zimmer: 671.900

Marriott mit Sitz im US-Staat Maryland machte im vergangenen Jahr etwa 14 Milliarden Dollar Umsatz. Zum Unternehmen gehören diverse Ketten, unter anderem das Ritz-Carlton. Starwood mit Sitz in Stamford, Connecticut, betreibt Ketten wie Le Meridien, Westin oder Sheraton. Gemeinsam bringen es die Unternehmen auf 30 Hotelmarken. Sowohl Marriott als auch Starwood machen einen großen Teil ihrer Erlöse im Ausland. Obwohl durch die Fusion ein globaler Branchenführer entstünde, dürften die US-Wettbewerbshüter wenig Einwände haben, weil die Unternehmen in den USA weit von einer marktbeherrschenden Stellung entfernt blieben.

Pro Starwood-Aktie bietet Marriott 0,92 Dollar in eigenen Aktien und zwei Dollar bar. Das würde einer Barzahlung von 340 Millionen Dollar und 11,9 Milliarden Dollar in eigenen Aktien entsprechen. Der Kaufpreis betrüge damit bei insgesamt 12,2 Milliarden Dollar (11,38 Mrd Euro). Starwoods Aktionäre würden nach dem Zusammenschluss 37 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten.

Marriotts Gebot entspricht einer Bewertung von 72,08 Dollar pro Starwood-Aktie und liegt damit deutlich unter dem Schlusskurs vom Freitag von 75 Dollar. Allerdings ist im Kaufpreis das Timesharing-Geschäft von Starwood nicht enthalten. Inklusive dieser Sparte läge die Bewertung bei 79,88 Dollar.

Bei Anlegern kam die Fusionsnachricht zunächst nicht gut an. Die Starwood-Aktie notierte vorbörslich mit über vier Prozent im Minus. Marriotts Papiere verloren mehr als zwei Prozent. Seit Jahresbeginn haben beide Titel rund sieben Prozent eingebüßt. Laut US-Medienberichten hatte Starwood sich bereits im Frühjahr zum Verkauf angeboten und auch Offerten von verschiedenen chinesischen Unternehmen erhalten. Der US-Wettbewerber Hyatt soll ebenfalls Interesse gezeigt haben.

  • dpa
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