Hygiene-Geschäft
Rentokil und Haniel arbeiten künftig zusammen

Haniel verstärkt sein Hygiene-Geschäft mit einem Gemeinschaftsunternehmen: Rentokil aus Großbritannien bringt Teile seines Hygiene-Bereichs in die Haniel-Tochter CWS-Boco ein und bekommt dafür 520 Millionen Euro.
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DüsseldorfDie Duisburger Familienholding Haniel baut ihr Geschäft rund um Hygiene und Berufsbekleidung deutlich aus. Haniel und die britische Rentokil Initial hätten sich auf ein Gemeinschaftsunternehmen verständigt, teilten beide Unternehmen am Freitag mit.

Rentokil-Aktivitäten im Hygienebereich sollten dazu in die Haniel-Tochter CWS-Boco eingebracht werden. Rentokil Initial solle im Gegenzug 520 Millionen Euro und eine 18-prozentige Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen erhalten, Haniel kontrolliert künftig 82 Prozent der Anteile. Zudem solle über fünf Jahre eine jährliche Dividende von 19 Millionen Euro in die Kassen von Rentokil Initial fließen, erklärte das britische Unternehmen. Rentokil Initial gehe davon aus, seinen Minderheitsanteil über fünf Jahre zu halten – danach habe das Unternehmen verschiedene Optionen für einen Ausstieg.

CWS-Boco hatte zuletzt mit rund 7.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 779 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 75 Millionen Euro erzielt. Das Unternehmen bietet unter anderem Seifenspender, selbstreinigende Toilettensitze und Stoffhandtuchrollen an, vermietet Berufsbekleidung und versorgt Hoteliers und Gastronomen mit Tisch- und Bettwäsche.

Bis Mitte 2017 sollen nun die CWS-Boco-Geschäfte in 17 europäischen Ländern mit denen von Rentokil Initial in zehn Ländern zusammengeführt werden. Sitz des Gemeinschaftsunternehmens sei Duisburg, das CWS-Boco-Management solle das neue Unternehmen führen. „Unter unserer Verantwortung bietet sich für CWS-Boco und Initial (..) eine hervorragende Möglichkeit zur Fortsetzung der bisherigen erfolgreichen Entwicklung“, erklärte Haniel-Chef Stephan Gemkow.

Haniel ist unter anderem auch an dem Handelsriesen Metro beteiligt. Zudem gehören Rohstoffhändler ELG sowie der Versandhändler Takkt und der Hersteller von Matratzenbezügen BekaertDeslee zu Haniel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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