Imagefilm zum Fremdschämen Griff ins Klo für Sanifair

Mit einem sauber gespülten Imagefilm wollte der WC-Betreiber Sanifair eigentlich Werbung in eigener Sache machen. Im Netz kommt der Clip allerdings gar nicht gut an. Der Klo-Konzern erlebt einen Shitstorm.
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Düsseldorf„Oh, ist das schööön hier!“ Wie verzaubert steht das kleine Mädchen da. Mit ihren großen blauen Kulleraugen bestaunt sie die zart-grüne Umgebung. Im Hintergrund klimpert sanfte Klaviermusik. Romantik pur. „Reine Magie!“ haucht das Mädchen.

Im nächsten Augenblick betätigt sie die Klospülung. Spätestens jetzt ist der Zauber endgültig vorbei. Denn das Mädchen mit den niedlichen Sommersprossen und dem hellen Kleidchen hüpft keineswegs durch einen Märchenwald. Sondern durch eine öffentliche Toilettenanlage. Aber keine Sorge. Dort ist natürlich alles so „schööön“ und vor allem so sauber, dass man schon mal vergessen kann, welche Geschäfte hier erledigt werden.

So jedenfalls hatte sich das wohl die Agentur Pie-Five gedacht. Für den WC-Betreiber Sanifair haben die Kölner einen zweieinhalbminütigen Imagefilm produziert und die „zauberhafte Amelie und ihren treuen Weggefährten Rüssel“ in Szene gesetzt. (Rüssel ist übrigens ein Stoffelefant, nicht dass Sie jetzt etwas Falsches denken.)

Einfach „ein Film für alle Fälle“, loben sich die Macher für ihre „emotional aufgeladene“ Produktion selbst. Und betonen: In Zukunft werde die Menschheit die Marke Sanifair „mit ganz anderen Augen“ sehen.

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2 Kommentare zu "Imagefilm zum Fremdschämen: Griff ins Klo für Sanifair "

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  • vor einiger Zeit kostete das € 0,50 und man bekam einen entsprechenden Bon; jetzt kostet es €0,70 und der Bon ist immer noch bei €0,50.

    Klar ist es gut das es saubere Anlagen in Raststätten gibt; aber wer in den teuren Lokalitäten schon Kunde ist, sollte auch zu 100% kostenfrei auf´s Örtchen dürfen / sollen; zumal der Restaurantbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet ist...wenn er denn schon ein Restaurant betreibt.

    Bei den Preisen sollte das wohl drin sein, und wenn es sich nicht rechnet sollte man mal an seiner Speisequalität schrauben...die ist für diese Preisgestaltung oftmals unter aller Sau.

  • Was kann es denn besseres geben, als ein Shitstorm für einen Klo-Konzern?

    Ich will keine Reinhaltung der Sprache pragmatisch fordern, aber manchmal sollte man sich die Verwendung von fremdsprachigen Begriffen doch achtsam überlegen. Es "hagelte Kritik" hört sich hier doch viel besser an und bildlicher ist es auch …

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