In München und Köln
Bilfinger baut für mehr als 100 Millionen Euro

Bilfinger leidet derzeit unter seinem Kraftwerksbau, da macht dieser Auftrag wieder Hoffnung: Der Baukonzern soll neue Verwaltungsgebäude in München und Köln errichten. Der Wert der Aufträge liege bei 100 Millionen Euro.
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StuttgartDas traditionelle Baugeschäft sorgt beim kriselnden Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger für Stabilität. Der Mannheimer Konzern erhielt Aufträge zum Bau von Bürogebäuden in München und Köln im Wert von mehr als 100 Millionen Euro, wie Bilfinger am Montag mitteilte. Im Osten der bayerischen Landeshauptstadt baut das Unternehmen zwei Hochhaustürme des Bavaria Towers-Ensembles, die bis Anfang 2018 fertiggestellt sein sollen. In Köln erteilte die Bank für Sozialwirtschaft Bilfinger den Auftrag für einen Bürokomplex am Rhein-Ufer.

Der Hochbau ist noch die einzige verbliebene Bausparte bei dem MDax-Konzern, der sich in den vergangenen Jahren immer stärker auf Ingenieurdienste verlegte. Zusammen mit den Gebäudediensten, bei denen Bilfinger in Deutschland Marktführer ist, machte der Bereich im vergangenen Jahr mit 2,7 Milliarden Euro Umsatz gut ein Drittel der gesamten Leistung aus.

Im Service-Geschäft hat vor allem der Kraftwerksbau Bilfinger seit dem vergangenen Jahr in die Tiefe gezogen. Mitte Juni kündigte der neue Konzernchef Per Utnegaard, Nachfolger des zurückgetretenen früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, deshalb einen Verlust für das erste Halbjahr an. Die Sparte soll innerhalb eines Jahres verkauft werden. Die Aktie war unter der Hiobsbotschaft um rund 17 Prozent eingebrochen.

Der Bauauftrag ließ die Anleger nun wieder Zuversicht schöpfen. Mit einem Minus von anderthalb Prozent litt das Bilfinger-Papier weniger unter dem Griechenland-Schock als die meisten anderen Titel im MDax.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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