Ingenieurdienstleister
Bertrandt stockt seine Belegschaft auf

Neuentwicklungen und Testreihen für Autobauer gehören zum Repertoire des Ingenieur-Dienstleisters. Und das mit Erfolg. Dank gefüllter Auftragsbücher und guter Zahlen kann Bertrandt nun sein Personal erneut aufstocken.
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StuttgartDer Ingenieur-Dienstleister Bertrandt schafft mit dem Rückenwind voller Auftragsbücher und sprudelnder Gewinne immer mehr Jobs. Zum Ende des vergangenen Jahres stockte das zu einem Viertel von Porsche kontrollierte Unternehmen die Belegschaft nochmals auf den Rekordwert von knapp 10.100 Mitarbeiter auf, wie Bertrandt am Montag in Ehningen bei Stuttgart mitteilte.

Binnen drei Jahren verdoppelte der vor allem für die deutschen Automobilbauer tätige Dienstleister damit seine Belegschaft. In den ersten drei Monaten des gerade begonnenen Geschäftsjahr 2012/13 (30. September) kletterte der Umsatz um 14,5 Prozent auf rund 184,3 Millionen Euro, das Nachsteuerergebnis legte um 12,6 Prozent auf rund 12,1 Millionen Euro zu. An der Börse kletterten die Aktien von Bertrandt auf das Rekordhoch von 87,85 Euro, obwohl die operative Ertragskraft im Auftaktquartal mit 9,5 Prozent des Umsatzes etwas schwächer als vor Jahresfrist ausfiel.

Die Schwaben entwickeln und testen für Automobilhersteller Antriebe, Elektronik und Fahrwerke. "CO2-Reduzierung, Sicherheits- und Komfortaspekte sowie aktuelle Vernetzungsanforderungen erhöhen das Entwicklungspotenzial im Markt", zog der seit zwölf Jahren an der Vorstandsspitze stehende Dietmar Bichler die Bilanz des ersten Geschäftsquartals. "Von der nach wie vor guten Nachfrage nach Entwicklungskompetenz konnten wir auch im neuen Geschäftsjahr profitieren." Bis Ende dieses Geschäftsjahres legten die Erlöse und der Gewinn voraussichtlich weiter zu, im Geschäftsjahr 2011/12 hatte Bertrandt mit Rekordwerten abgeschlossen.

"Alle Autohersteller halten weiterhin an der Strategie fest, verstärkt in die Entwicklung neuer Antriebstechnologien zu investieren", sagte Vorstandschef Bichler. Vor allem die exportorientierten deutschen Premium-Autobauer investierten auch künftig stärker als die Massenhersteller in Forschung und Entwicklung, was Bertrandt zugutekommt. Zu den größten Konkurrenten bei Entwicklungsdienstleistungen zählen Edag, Magna und MBtech.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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