Insolventer Baukonzern
Alpine-Gläubiger haben wenig zu erwarten

Der österreichische Baukonzern Alpine ist insolvent und seine Gläubiger wollen ihr Geld zurück. Das aber wird sich wohl sehr lange hinziehen - und am Ende dürfte nicht viel übrig bleiben.
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WienDie Gläubiger des insolventen österreichischen Baukonzerns Alpine können sich keine Hoffnung auf eine rasche Rückzahlung ihrer Gelder machen. Nach Einschätzung des Gläubigerverbands KSV dürften Banken und andere Firmen gegenüber Alpine Bau insgesamt Forderungen von rund 3,4 bis rund 3,7 Milliarden Euro anmelden, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Bislang habe der Insolvenzverwalter Forderungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro anerkannt. „Der KSV1870 rechnet mit weiteren Anmeldungen“, hieß es in der Mitteilung.

Für die einzelnen Gläubiger dürfte daher nicht viel Geld übrig bleiben. Die Quote werde „aus heutiger Sicht in einer Bandbreite von bis zu zwei Prozent liegen“, erklärte der KSV. Zudem werde sich das Verfahren wohl jahrelang hinziehen. „Es ist auch davon auszugehen, dass es zu einer Vielzahl von Prozessen kommen wird“, erwartet der KSV.

Die Tochter des spanischen Baukonzerns FCC hatte im Juni Insolvenz angemeldet. Dabei handelte es sich um den größten Firmenzusammenbruch der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Alpine hat unter anderem die Allianz-Arena in München errichtet oder war an Großprojekten wie Stuttgart 21 und dem Gotthard-Basistunnel beteiligt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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