Investitionsstopp
Strabag legt Offshore-Pläne auf Eis

Das Geschäft mit Offshore-Windparks ist dem Baukonzern Strabag noch zu unsicher, um hunderte Millionen Euro dafür auszugeben. Bis auf weiteres haben die Österreicher nun einen Investitionsstopp beschlossen.
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DüsseldorfDer österreichische Baukonzern Strabag hat den Ausbau seiner Aktivitäten im Bereich Windparks auf hoher See bis auf Weiteres gestoppt. "Es sprechen derzeit noch zu viele Gründe dagegen - von der unklaren rechtlichen Situation und unklaren Zukunft der Energiepolitik am deutschen Markt bis hin zur fehlenden Speichertechnologie für Strom aus erneuerbaren Quellen und zur fehlenden Transportmöglichkeit der Energie vom Erzeuger zum Verbraucher", begründete Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner am Dienstag die Entscheidung.

Ursprünglich wollte Haselsteiner mehrere Hundert Millionen Euro ausgeben für den Bau einer Fabrik und von Spezialschiffen zum Transport von selbst entwickelten Beton-Schwerkraftfundamenten für Offshore-Windparks.

Anders der deutsche Konkurrent Hochtief : "Offshore bleibt für uns ein wichtiges Geschäftsfeld, in dem wir große Chancen sehen", sagte ein Hochtief-Sprecher. "Mit unserer Flotte und unserer Marktposition sind wir ideal aufgestellt." Der Essener Baukonzern plant, entwickelt und errichtet Windparks auf hoher See. Der Konzern kümmert sich zudem um den Netzausbau an Land und um die Speicherung von Energie, zum Beispiel in Pumpspeicherkraftwerken.

Bislang sind wegen der Risiken für Betreiber und Netzfirmen erst wenige Offshore-Windanlagen vor Deutschlands Küsten in Betrieb oder Bau. So stellt der Energiekonzern RWE wegen der Verzögerungen beim Netzanschluss die Ziele seiner Ökostromtochter in Frage. Dennoch setzen besonders die großen Versorger auf Offshore-Strom, der auch den Ausfall der Atomkraftwerke kompensieren soll. Vor allem für die norddeutsche Küstenregion ist die Technik ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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