Keine Entspannung bei Lufthansa-Streik „Nicht das Gefühl, dass wir mit Samthandschuhen weiterkommen“

Streik bei den Piloten der Lufthansa: 750 Flüge fielen aus, 80.000 Passagiere wurden umgebucht. Die Vereinigung Cockpit will nicht nur am Donnerstag weiterstreiken, sondern auch den Arbeitskampf noch verschärfen.
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Zehntausende Fluggäste der Lufthansa mussten am Mittwoch ihre Pläne ändern. Das dürfte sich in den kommenden Tagen kaum ändern. Quelle: dpa
Flugausfälle durch Streik

Zehntausende Fluggäste der Lufthansa mussten am Mittwoch ihre Pläne ändern. Das dürfte sich in den kommenden Tagen kaum ändern.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Lufthansa ist erneut im Streikmodus: Wegen der inzwischen zwölften Streikwelle ihrer Piloten fielen bei der größten deutschen Airline am Mittwoch rund 750 von rund 1400 geplanten Flüge auf den Kurz- und Mittelstrecken aus. Rund 80 000 Passagiere mussten umgebucht werden oder konnten ihre Reisen erst gar nicht antreten. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte in der Nacht den Druck noch erhöht und für Donnerstag zum Streik auf der Langstrecke aufgerufen.

„Natürlich macht das die Planungen noch einmal schwerer. Aber wir haben jetzt wirklich schon sehr viel Erfahrung mit Streiks und werden auch das bewältigen“, erklärte eine Lufthansa-Sprecherin. Noch am Mittwochmittag sollte der Ersatzflugplan auch für den Donnerstag stehen und die Fluggäste über mögliche Folgen individuell informiert werden.

Die Langstreckengäste würden soweit wie möglich auf Flüge auch anderer Gesellschaften umgebucht. Lufthansa verfüge über das größte Partnernetz der Welt. Bereits am Dienstag waren 38 000 SMS und 13 000 E-Mails an betroffene Fluggäste verschickt worden.

Die VC schloss am Mittwoch weitere Verschärfungen des Arbeitskampfes nicht aus. „Wir haben nicht das Gefühl, dass wir mit Samthandschuhen weiterkommen“, sagte ein Sprecher. „Im Augenblick ist alles denkbar.“

Der am Donnerstag auf die Langstrecke beschränkte Streik bringt auch Probleme für die dann wieder angebotenen Kurz- und Mittelstreckenflüge, die vor allem als Zulieferer für die Übersee-Flieger funktionieren. Wenn diese nicht starten, bleiben auch die Zubringer nach München oder Frankfurt weitgehend leer.

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