Kentucky Fried Chicken hat Ärger in China

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Kentucky Fried Chicken hat Ärger in China

Die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken steht in China mächtig unter Druck. Die Verkaufszahlen sind in den vergangenen Monaten weggesackt. Als Grund nennt die Firma eine Regierungsuntersuchung zu Hühnerfleisch.

ChicagoYum Brands, die Muttergesellschaft von Fast-Food-Ketten wie Kentucky Fried Chicken (KFC) und Pizza Hut, kämpft mit Problemen auf dem chinesischen Markt. Am Montag teilte das Unternehmen nach Börsenschluss mit, dass der Umsatz in seinen chinesischen Restaurants in den Monaten von Oktober bis Dezember um sechs Prozent gefallen ist. Das ist deutlich mehr als das zuvor erwartete Minus in Höhe von vier Prozent.

Als Grund führte der Konzern die „bedeutenden Auswirkungen“ einer staatlichen Untersuchung der Hühnchen-Produktion in China. Am 20. Dezember hatte die Lebensmittelbehörde in Shanghai mitgeteilt, dass in den Jahren 2010 und 2011 an Yum gelieferte Hühner mehr Antibiotika-Rückstände aufwiesen als vorgeschrieben. Das hat offensichtlich genügt, den Umsatz in den letzten zwei Dezember-Wochen vor allem in den KFC-Filialen deutlich zu drücken. Ingesamt betreobt Yum 3700 Restaurants der Marke in China (Stand: Dezember 2011).

Yum beziehe bereits seit August 2011 keine Ware mehr von dem kritisierten Zuliefererbetrieb, teilte das Unternehmen weiter mit. „Das Vertrauen in KFC war groß und jetzt ist die Furcht groß“, sagte Shaun Rein von China Market Research der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Die Leute vertrauen westlichen Marken, denn sie denken dass diese Marken eine bessere Qualitätskontrolle ihrer Lieferanten haben.“

Anleger reagierten erschreckt über die Mitteilung zum Umsatzrückgang. Die Aktie sackte nachbörslich um über fünf Prozent ab und notierte bei 64,25 Dollar.

 
Martin Dowideit, Ressortleiter Unternehmen & Märkte bei Handelsblatt Online.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Deskchef Finanzzeitung
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