Klinik-Konzern
Asklepios will Reha-Kliniken kaufen

Die Krankenhauskette Asklepios hat Interesse an einer Übernahme des Reha-Spezialisten Median-Kliniken. Nach den Zukäufen von Rhön-Kliniken durch Fresenius könnte es also den nächsten großen Klinik-Deal geben.
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FrankfurtAm deutschen Krankenhausmarkt bahnt sich die nächste große Übernahme an. Die Krankenhauskette Asklepios liebäugelt mit einem Kauf der Median-Kliniken, die auf Reha-Patienten spezialisiert sind, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Der Berliner Krankenhauskonzern Median betreibt in Deutschland 43 Kliniken und fuhr zuletzt einen Jahresumsatz von rund einer halben Milliarde Euro ein. Die Übernahme wäre nach dem drei Milliarden Euro schweren Verkauf zahlreicher Rhön -Krankenhäuser an den Gesundheitskonzern Fresenius der zweite große deutsche Klinik-Deal innerhalb weniger Monate.

Die Median-Gründer Erich Marx und Axel Steinwarz hatten das Unternehmen 2009 an die Beteiligungsgesellschaft Advent und den Immobilieninvestor Marcol verkauft. Diese haben die Klinikkette in den vergangenen Jahren durch mehrere Zukäufe gestärkt und umgebaut. Nun sei Median ins Schaufenster gestellt worden, wie fünf mit dem Vorgang vertraute Personen sagten. Neben Asklepios hätten auch noch andere Firmen Interesse bekundet, sagte einer der Insider. Für Unternehmen wie Fresenius, Rhön-Klinikum und Sana, die vor allem auf Akutkliniken setzen, seien die Median-Kliniken aber wohl nicht interessant, hieß es in Branchenkreisen.

Bei Rehakliniken ist der Preisdruck besonders hoch und die Gewinnmargen fallen deshalb geringer aus als im Akut-Bereich, wie ein Branchenkenner sagte. „Hier kann man nur Gewinne machen, wenn man viel Expertise hat.“ Asklepios setzt schon länger auf Akut- und Rehakliniken. 2011 übernahm die Firma, die von Gründer und Alleingesellschafter Bernard Broermann kontrolliert wird, die Mehrheit an der börsennotierten Mediclin -Gruppe, die im Reha-Bereich aktiv ist. Asklepios und Advent wollten sich zu dem Thema nicht äußern. Von den Median und Marcol war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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