Klinikbetreiber
Übernahmen schieben Umsätze von Sana an

Während sich die großen Konkurrenten um Rhön-Klinikum bemühten, erwarb der Krankenhausbetreiber Sana mehrere kleinere Kliniken. Die Umsätze stiegen, doch die Überschüsse gingen zurück. Nun werden die Häuser saniert.
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FrankfurtDer Erwerb mehrerer Kliniken hat dem privaten Krankenhausbetreiber Sana Kliniken im vergangenen Jahr Auftrieb gegeben. Während bei den großen Konkurrenten das Ringen um eine Übernahme von Rhön-Klinikum im Vordergrund stand, erhielt das Unternehmen aus Ismaning bei München 2012 gleich in mehreren Bundesländern den Zuschlag bei der Privatisierung von Häusern. „Wir haben in allen Verfahren mit dem besten Konzept gepunktet“, sagte Konzernchef Michael Philippi zur Veröffentlichung der Jahresbilanz. Dieses Jahr will Sana nun den Fokus auf eine Verbesserung der Konzernerträge legen. Sollten sich attraktive Übernahmeziele auftun, will die Klinikgruppe aber nicht an der Seitenlinie stehen bleiben.

Der viertgrößte deutsche Klinikkonzern nach der Fresenius-Tochter Helios und den Konkurrenten Rhön-Klinikum und Asklepios baute 2012 seinen Umsatz um zehn Prozent auf 1,79 Milliarden Euro aus. Der operative Gewinn (Ebitda) nahm leicht um 0,3 Prozent auf 152,3 Millionen Euro zu. Der Konzernüberschuss sank hingegen unter anderem in Folge der Verluste neu übernommener Kliniken um 10,4 Prozent auf 47,3 Millionen Euro.

Zu dem Rückgang trug auch ein Buchverlust wegen der Aufgabe des Rheuma-Zentrums Rheinland-Pfalz bei. Sana übernahm 2012 mehrere Häuser in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. Zum Jahresende erhielt das Unternehmen außerdem den Zuschlag vom Landkreis Biberach in Baden-Württemberg für die dortigen drei Kliniken. Sana plant an dem Hauptstandort Biberach für 70 Millionen Euro einen Klinikneubau.

Im laufenden Jahr will Sana die Sanierung der erworbenen Kliniken vorantreiben. Das operative Konzernergebnis (Ebitda) soll auf rund 160 Millionen Euro verbessert werden. „Wir werden an der Privatisierung der Krankenhäuser auch in den kommenden Jahren sehr aktiv teilnehmen und unsere Marktposition ausbauen“, kündigte Philippi an. Finanziell sieht sich die Krankenhausgruppe dafür gut gerüstet. Unter anderem schossen die Sana-Eigentümer im vergangenen Jahr weitere 80 Millionen Euro aus einer beschlossenen Eigenkapitalerhöhung zu.

Der bayerische Konzern gehört 31 privaten Krankenversicherungen, darunter die Allianz und die Münchener-Rück-Tochter DKV. Zudem wurden neue Schuldscheindarlehen über 192 Millionen Euro platziert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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