Konzern vermeidet Übernahmeangebot.
B. Braun reduziert Anteil an Rhön-Klinikum

Medizintechnikkonzern B. Braun hat sich von Anteilen an Rhön-Klinikum getrennt. Durch eine Kapitalherabsetzung des Klinikkonzerns hätte Braun sonst über 30 Prozent gehalten – und hätte ein Übernahmeangebot machen müssen.
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FrankfurtDer Medizintechnikkonzern B. Braun halbiert seine Beteiligung von zuletzt rund 18 Prozent an Rhön-Klinikum. Wie der fränkische Klinikbetreiber mitteilte, verkauft B. Braun rund 7,9 Millionen Aktien im Wert von knapp 200 Millionen Euro im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms an Rhön-Klinikum. Weitere 4,1 Millionen Aktien verkauft B. Braun außerbörslich an einen nicht bekannten Käufer zum Preis von 23,10 Euro je Aktie. B. Braun will sich zu den Aktienverkäufen nicht äußern.

Rhön-Klinikum hat für drei Milliarden Euro einen Großteil seiner Kliniken an den Dax-Konzern Fresenius verkauft. An dem Verkaufserlös sollen die Aktionäre mit einem rund 1,7 Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf beteiligt werden, anschließend ist eine Kapitalherabsetzung auf rund die Hälfte des Grundkapitals geplant. B. Braun vermeidet mit der Reduzierung seines Anteils auf etwa neun Prozent, ein Übernahmeangebot für Rhön machen zu müssen. Denn durch die Kapitalherabsetzung hätte sich die ursprüngliche Beteiligung von B. Braun über die entscheidende Schwelle von 30 Prozent bewegt.

Der Klinikkonzern Asklepios, ebenfalls Rhön-Aktionär, dem Interesse an einer Aufstockung bei Rhön nachgesagt wird, äußerte sich nicht, ob er die Aktien von B. Braun erworben hat.

Rhön-Klinikum vermeldete am Dienstag auch eine Vertragsverlängerung. Die Bestellung von Martin Siebert zum Vorstandsvorsitzenden sei bis 30. September 2019 verlängert worden, teilte der Krankenhausbetreiber mit. Ursprünglich wäre der Vertrag im kommenden Herbst ausgelaufen. Der Krankenhauskonzern konzentriert sich nach dem Verkauf eines Großteils seiner Kliniken an Fresenius weiterhin auf seine Neuausrichtung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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