Konzernumbau
Klinikverkäufe befeuern Rhön-Gewinn

Knapp 1,5 Milliarden Euro hat der Klinikbetreiber durch Verkäufe eingenommen. Das macht sich auch im Gewinn bemerkbar. Der Umsatz allerdings bereitet dem Rhön-Klinikum Sorgen.
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FrankfurtDer Konzernumbau hat beim Klinikbetreiber Rhön-Klinikum im ersten Quartal tiefe Spuren hinterlassen. Wegen des Verkaufs der Mehrzahl seiner Kliniken an den Gesundheitskonzern Fresenius sprang der Gewinn im Auftaktquartal kräftig nach oben, wie der fränkische Krankenhauskonzern am Mittwoch mitteilte. Eine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr will Rhön weiterhin nicht geben.

„Das neu entstandene Unternehmen wächst auf vielen Ebenen zusammen“, sagte Firmenchef Martin Siebert. Das Unternehmen schrumpft durch den Verkauf gemessen am Umsatz um rund zwei Drittel. Rhön konzentriert sich künftig vor allem auf Kliniken, an denen Spitzenmedizin und universitäre Forschung betrieben werden.

Rhön-Klinikum verbuchte aus dem Klinikverkauf im ersten Quartal einen Ertrag von rund 1,43 Milliarden Euro. Dadurch schnellte das operative Ergebnis (Ebitda) auf 1,49 Milliarden Euro in die Höhe nach 74,9 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Konzerngewinn kletterte ebenfalls deutlich auf rund 1,4 Milliarden Euro nach 24,3 Millionen Euro. Der Umsatz im Zeitraum Januar bis März ging allerdings um 16,3 Prozent auf 629,5 Millionen Euro zurück.

Das Jahr 2015 soll bei Rhön das erste volle Geschäftsjahr nach der Neuordnung werden. Rhön erwartet dann einen Umsatz von 1,06 bis 1,12 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 145 bis 155 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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