Kreditkartenanbieter
Visa sackt Gewinn ein

Der Kreditkarten-Riese Visa hat der Dollar-Stärke getrotzt und seinen Gewinn überraschend kräftig gesteigert. Neben den Quartalszahlen bestätigte das Unternehmen auch Kaufgespräche zur Tochterfirma.
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Foster CityDer US-Kreditkartenanbieter Visa will seine frühere Tochterfirma Visa Europe zurück in den Konzern holen. Das Visa-Management bestätigte am Donnerstag entsprechende Kaufgespräche. Diese sollten bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Die Agentur Bloomberg hatte im Mai gemeldet, der Deal könnte ein Volumen von bis zu 20 Milliarden Dollar haben. Visa Europe gehört Banken aus 37 europäischen Ländern, die Visa-Karten ausgeben. Mit dem börsennotierten US-Konzern Visa Inc verbindet das Unternehmen derzeit nur ein Lizenzvertrag. Visa hat eine Kaufoption für die ehemalige Tochter.

Dank der anziehenden Konjunktur steigerte der US-Konzern seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal um 11,5 Prozent auf 3,52 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn kletterte um ein Viertel auf 1,7 Milliarden Dollar. Umsatz und Gewinn je Aktie lagen über den Markterwartungen.

Trotz Gegenwinds durch den starken Dollar, der Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung verringert, liefere Visa weiter solide Ergebnisse, kommentierte Konzernchef Charlie Scharf. Das Ergebnis fiel deutlich besser aus als an der Wall Street erwartet. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um mehr als sieben Prozent.

Visa verdient an den Gebühren, die bei Einkäufen mit den Kreditkarten fällig werden. Genauso wie Mastercard vergibt Visa dabei - anders als American Express - nicht den eigentlichen Kredit. Das machen zumeist Banken, die die Karten ausgeben. American Express, das seine Zahlen am Vortag vorlegte, hatte im letzten Quartal unter der Dollar-Stärke gelitten und Abstriche bei Gewinn und Umsatz machen müssen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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