Mastercard
Dollar-Stärke und Kostenanstieg drücken Gewinn

Der starke Dollar setzt dem Kreditkarten-Anbieter Mastercard zu. Trotz sinkender Gewinne zeigt sich Vorstandschef Ajay Banga „zufrieden“. Auch Experten hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet.

PurchaseDer Kreditkarten-Anbieter Mastercard kämpft weiter mit dem starken Dollar und steigenden Kosten. Im dritten Quartal sank der Gewinn im Jahresvergleich um vier Prozent auf unterm Strich 977 Millionen Dollar (891 Mio Euro), wie der Visa-Rivale am Donnerstag mitteilte. Die Erlöse kletterten hingegen um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Der Überschuss fiel höher aus als von Analysten erwartet. Die Aktie stieg vorbörslich zunächst um etwa zwei Prozent.

„Wir sind angesichts der anhaltenden Unsicherheiten in der Weltwirtschaft zufrieden mit den Ergebnissen“, kommentierte Vorstandschef Ajay Banga den Geschäftsbericht. Wie bereits in den Vorquartalen machte die Dollar-Stärke, die die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in die US-Währung verringert, Mastercard zu schaffen. Ohne den Wechselkurseffekt wären die Erlöse um acht Prozent gestiegen. Zudem belastete ein neunprozentiger Anstieg der Ausgaben die Bilanz.

Wie die Wettbewerber Visa und American Express kassiert Mastercard Gebühren, wenn mit Kreditkarte bezahlt wird, und verdient so an der Kauflaune der Kunden. Deshalb hängen die Geschäfte auch stark von der Entwicklung der Einkommen und der Konjunktur ab. American Express in der Vorwoche mit einem überraschend deutlichen Gewinnrückgang enttäuscht. Der Konkurrent litt ebenfalls unter der Dollar-Stärke und steigenden Kosten. Visa wird seine Zahlen am Montag vorlegen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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