McDonald's

Der Hunger auf Burger stagniert

Die Mindestlohndebatte könnte in den USA am Beispiel McDonald's aufflammen. Denn der Konzern hat sich im Umgang mit Arbeitern ungeschickt verhalten. Die Geschäftszahlen sind auch nicht rosig – nicht nur in Deutschland.
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McDonald's gibt Tipps für Geringverdiener: Zwei Dollar Überschuss pro Tag. Quelle: Screenshot

McDonald's gibt Tipps für Geringverdiener: Zwei Dollar Überschuss pro Tag.

(Foto: Screenshot)

DüsseldorfEs ist eine Diskussion, die McDonald's nicht gefällt. Gleich zwei Vorfälle haben auf dem wichtigen amerikanischen Heimatmarkt die Diskussion über das Lohnniveau bei der Schnellrestaurant-Kette aufflammen lassen. Bürgerrechtsbewegungen feiern eine Steilvorlage des Großkonzerns, um ihre Forderungen nach höheren Gehältern voranzutreiben.

Dabei kämpft der Konzern eigentlich mit anderen Problemen: Die Kunden kommen nicht so zahlreich und sind nicht so ausgabefreudig. Weltweit kletterte der Umsatz in den vergangenen drei Monate zwar um zwei Prozent auf umgerechnet 5,3 Milliarden Euro. Doch in den USA verläuft das Geschäft schleppend. Im ersten Halbjahr stagnierte der Umsatz – und ging damit unter Berücksichtigung der Inflation real sogar zurück.

Die Aufregung um eine vergangene Woche kursierende Broschüre kommt für McDonald's in den USA daher ungelegen. Darin erklärt das Unternehmen Geringverdienern, wie sie mit ihrem Salär über die Runden kommen können. Dumm nur: In der ersten Version des Haushaltsplans berücksichtigte das Papier etwa keine Heizkosten. Im betrachteten Fallbeispiel wird zudem das Einkommen eines Angestellten zur Basis genommen, der gleich zwei Jobs hat, um durchzukommen. Im Durchschnitt verdient er 12,88 Dollar die Stunde. Der tatsächliche Durchschnittslohn laut US-Arbeitsstatistik bei Burger-Ketten beträgt aber nur 9,03 Dollar.

In einem anderen Fall wird McDonald's derzeit von einer Mitarbeiterin verklagt, weil ihr der Lohn statt per Überweisung oder Check auf einer aufladbaren Geldkarte ausgezahlt wurde. Das Problem: die Karte ist eine Gebührenfalle. So werden nicht nur nach sechs Wochen Nichtbenutzung sieben Dollar fällig, bei einer Bargeldabhebung sind es etwa 1,75 Dollar – im Monat kommen so Ausgaben von durchaus 40 bis 50 Dollar für eine Zahlkarte zusammen. Das ist happig bei einem Lohn von teils unter 10 Dollar die Stunde.

Nach einer öffentlichen Empörungswelle zahlt der Betreiber der betreffenden Filialen nur noch solchen Mitarbeitern den Lohn auf einer Karte aus, die sich freiwillig dafür entschieden. Insgesamt sollen 800 Beschäftigte mehrere Restaurants betroffen gewesen sein.

Beide Fälle sind Wasser auf die Mühlen derjenigen, die für einen höheren Mindestlohn demonstrieren und bessere Bezahlungen in Schnellrestaurants kämpfen. Im Frühjahr demonstrierten Beschäftigte verschiedener Kette in mehreren US-Großstädten und forderten 15 Dollar die Stunde Bezahlung. Derzeit gilt ein Mindestlohn von 7,25 Dollar in den USA, der jedoch nur etwas mehr als einem Drittel des landesweiten Durchschnittslohns entspricht.

„Negative Ergebnisse“ in Deutschland
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25 Kommentare zu "McDonald's: Der Hunger auf Burger stagniert"

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  • "Jogging etc. - hieß früher Dauerlauf"
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    Sorry, aber "Joggen" und Dauerlauf sind m.E. zwei verschiedene Dinge. Joggen verläuft *sehr* gemächlich mit moderatem Puls, man kann sich dabei noch bequem unterhalten. Unter Dauerlauf (oder auch Waldlauf) verstehe ich die Abforderung von Leistung über längere Strecken, also die 5000 m in 25 Minuten o.ä. Dauerlauf ist richtiges Training auf Leistung und Ausdauer, Joggen kam im Zuge der Fitnessbewegung zu uns und war was neues, anderes, der Leistungsgedanke spielt dabei eigentlich keine Rolle.

  • Jeans = deutsche Erfindung. :-) Levi Strauss wurde als Löb Strauß im oberfränkischen Buttenheim geboren.

  • Tipp: So ißt man "gesund" einen Burger, wenn es mal wirkilich nicht anders geht z.B. auf reisen.

    Also: Man bestelle zwei ordinäre Hamburger (0,99 ct) + 1 große Pommes (eigentlich viel zu teuer). Man schmeiße die Brötchenhälften weg und esse nur die Pommes und das Rindfleisch !

    Die Brötchenhälften (und der billig Käse + Salatsossen) ist das "GIFT" schaut euch die mal an, wie die aussehen. WIe ein giftiger Schwammpilz ! Aus billigstem Industrieweizen !

    Wenn man die wegläßt, ißt man Pommes mit bestem Rindfleisch - zwar überteuert, aber im Notfall geht's.

    Und das komische "ich-will-weiter-fressen" und später, das "ich-bin-so-komisch-pappsatt" Gefühl das jeder vom Fast-food essen kennt, BLEIBT aus !

  • "Was ist schon von den Amis tolles gekommen...?"
    Oh, da muss ich jetzt die Amis aber doch mal in Schutz nehmen (obwohl ich das sonst selten tue):
    - E-Gitarren: Gibson Les Paul + Fender Stratocaster = Instrumente für die Ewigkeit
    - Autos: Cadillac Eldorado z.B. = Autotraum schlechthin
    - Motorräder: Harley = Motorradtraum schlechthin
    - Homecomputer(!!): mein C64 steht heute in einer Vitrine
    - Bekleidung: die Jeans = Hose für die Ewigkeit
    - Autoren: Mark Twain, Henry Miller, Hemingway, Charles Bukowski usw.
    - Musik: unzählige grandiose Sänger/-innen + Bands
    - last but not least: die wahrscheinlich immer noch freiheitlichste Verfassung der Welt, Vorbild für etliche andere Verfassungen, die heute jedoch übel mit den Füßen getreten wird...

  • @ Frank3
    Das ist mal eine Antwort, die ich dick und fett unterstreichen kann. Mir geht's auch so: Zum billig kaufen bin ich zu arm, denn wer billig kauft, bezahlt doppelt und dreifach.

  • @Gesunde-Vollwertkost: Sie sind kein Beweis. Nur eine Ankekdote ohne Relevanz.

  • Gute Küche findet man nur noch als Geheimtipp und das sind meist kleine Gaststätten, oder beliebte Ausflugsziele aus der alten Zeit.
    Der Sparzwang wird einem auch von den einzigen Platzhirschen auf den Teller geklatscht.
    In Ketten einen Kaffee zu trinken, oder bei McD. im öligen Pommesgestank Junkfood in sich reinzustopfen, das ist so stilvoll wie ein matschiges Brötchen auf dem Bahnhof aus dem Automaten zu ziehen oder an der Ecke Zigaretten zu schnorren. Und die Chinesen ersäufen alles in Soja.

    Selber kochen mit Kartoffeln, Gemüse, Fleisch vom Bauern, das schmeckt nicht nur super, das macht auch zufrieden.

  • Zu MC Donalds gehe ich nicht. Ich mache mir meine Burger selber. Was ist schon von den Amis tolles gekommen - nur Schrott (und auch der Kaugummi nicht. Mein Urgroßvater, geboren 1888 hat schon Kaugummi aus Baumharz gemacht). Alles was in Amerika "IN" ist wird hier durch das verblödete deutsche Volk übernommen. Dabei kupfern die Amis doch alles ab - ein Volk ohne Kultur und Geschichte.
    Die verblödete deutsche Jugend feiert Halloween - früher wurde das hier nicht gefeiert. Halloween ist ein keltischer Brauch - nix Amis, Hamburger - nix Amis, Hamburger wurden erstmals 1904 bei der Weltausstellung in den USA modern - wer hats gemacht, ja die Deutschen. DEUTSCHE Auswanderer haben den Hamburger von Deutschland nach USA gebracht. Jogging etc. - hieß früher Dauerlauf, Aerobic früher Gymnastik, Weltraumforschung von den Deustchen bei der V1 und V2 abgekupfert, Tarnkappenbomber - bei den Deutschen abgekupfert - Horten-Flügler, Düsenjets - bei Messerschmitt Me 262 abgekupfert. Die Amis würden heute noch auf ihren Pferden reiten und mit der Winchester 1873 schießen - ohne die deutsche Technik und Kultur, die sie abgekupfert haben. Und die verblödeten Menschen hier rennen jedem Slogan eines unkultivierten, waffenbessesenen Landes hinterher

  • Hm ja hört sich nachvollziehbar an. Wird sicher so eintreten.

  • Ja das Wachstum verlangsamt sich, aber irgendwann sind alle potentiellen MC Doof Subventionierer an Herzverfettung gestorben und dann können die zu machen!
    Gibt sowieso zuviel Menschen auf der Welt da ist es nicht schlimm wenn die Dummen zuerst mal durch eigene Schuld abkratzen!

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