Mitgliederrekord bei Fitness-Studios
Milliardengeschäft am Puls der Zeit

Die Fitness-Branche ist derzeit unaufhaltsam: Erstmals zählen hiesige Studios mehr als neun Millionen Mitglieder. Wirtschaftlich läuft es rund, trotz des hohen Preisdrucks. Und der Boom verstärkt sich stetig selbst.
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DüsseldorfDer durchschnittliche Besucher eines Fitnessstudios ist weiblich, 41,9 Jahre alt und zahlt dafür netto 44,71 Euro im Monat. So besagt es der am Montag veröffentlichte Report über die deutsche Fitnesswirtschaft. Der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV), die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte präsentieren einmal jährlich ausführliche Daten. Natürlich kann die Statistik nicht jedes Details erfassen. Aber sie zeigt: Die Deutschen strömen in die Fitness-Tempel. Und die Branche boomt.

9,08 Millionen Mitglieder zählten heimische „Fitness- und Gesundheitsanlagen“ gemäß Studie im Jahr 2014. Das sind knapp zwei Millionen Aktive mehr als noch 2010, in den vergangenen beiden Jahren zählte die Branche jeweils einen Anstieg von einer halbe Millionen Kunden. Tendenz steigend.

„Wir gehen davon aus, dass der Markt weiter wächst“, bestätigt Karsten Hollasch, Partner Corporate Finance und Leiter der Sport Business Gruppe von Deloitte dem Handelsblatt. Auf Basis der historischen Mitgliederentwicklung geht Hollasch von mehr als zehn Millionen Fitness-Kunden bis 2017 aus. Anders gesagt: Fast jeder achte Mensch in Deutschland geht ins Fitnessstudio.

Während deutsche Sporthändler zuletzt klagten, dass ihnen der Preisdruck durch internationale Branchengrößen zu schaffen macht, gibt es bei den hiesigen Fitnessstudios kein ähnliches Phänomen. Hier wachsen gerade die Billiganbieter, zumindest was Mitgliederzahlen und Standorte betrifft. Beim Umsatz sind die sogenannten Premiumstudios ab einem Monatsbeitrag von 65 Euro vorn. „Es wird immer die gesunde Mitte geben, aber insgesamt polarisiert der Markt“, erklärt Hollasch.

Das untere Preissegment wächst am stärksten, insgesamt verläuft die Entwicklung jedoch gleichmäßig. Billig allein genügt auch nicht, dafür ist die Konkurrenz zu stark. Auch Kunden, die sich keine teureren Studios leisten können, finden Hollasch zufolge auch in ihrer Preisklasse passende Angebote. Und die Studios spezialisieren sich.

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