Mobile World Congress
Mastercard will mit Smartphones wachsen

Beim mobilen Bezahlen kochte jeder Hersteller bisher sein eigenes Süppchen. Mastercard will das jetzt mit einer neuen Plattform ändern – und holt dazu die größten deutschen Telekom-Konzerne mit ins Boot.
  • 0

BarcelonaDer Kreditkartenkonzern Mastercard unternimmt auf der Mobilfunkmesse in Barcelona einen neuen Vorstoß, dem mobilen Bezahlen mit dem Smartphone doch noch zum Durchbruch zu verhelfen. Eine neu gegründete Tochter soll die schwierigen und komplexen Verhandlungen mit Banken und Telekomkonzernen drastisch vereinfachen und verkürzen.

Künftig soll nicht mehr jeder mit jedem reden müssen, um die Kreditkartenfunktionen sicher auf der Sim-Karte des Telekom-Anbieters zu übertragen. Alles spielt sich auf der Trevica-Plattfom ab. „Netz-Provider und Banken müssen den Aufwand nur einmal treiben“, sagte Mastercard-Deutschland-Chef Pawel Rychlinski. „Wir bringen jetzt Geschwindigkeit und Bewegung in den Markt.“

Damit die Sache auch richtig funktioniert, hat Mastercard mit der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland (O2) die größten deutschen Mobilfunker an Bord geholt, die 80 Prozent des Marktes abdecken. Gespräche mit E-Plus liefen derzeit noch, hieß es bei Mastercard. Man sei aber zuversichtlich. Für die Deutsche Telekom kommt die Lösung zur richtigen Zeit – sie will nach halbjähriger Verzögerung in wenigen Wochen ihre Wallet für das kontaktlose Bezahlen auf den Markt bringen. „Die Kooperation ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, sagt Telekom-Manager Peter Vesco, zuständig für den Bereich Payment bei dem Bonner Konzern.

Bislang kommt das Thema mobiles Bezahlen gerade in Deutschland nicht richtig zusammen. Überall gibt es Insellösungen, die Verbraucher spielen noch nicht richtig mit und auch der Handel zieht sich, weil er immer mehr Zahlungsterminals in seinem Kassenbereich fürchtet und ihm die Gebühren der Kreditkartenfirmen zu hoch sind.

Kommentare zu " Mobile World Congress: Mastercard will mit Smartphones wachsen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%