Mobilfunkanbieter
Freenet verlängert Vertrag mit Media-Saturn

Die Übernahme des Apple-Händlers Gravis und des Onlinehändlers Motion TM zahlen sich für Freenet aus: Der Umsatz ist gestiegen. Die Zusammenarbeit mit der Metro-Tochter Media-Saturn verlängert Freenet vorzeitig.
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FrankfurtDer Mobilfunkanbieter Freenet hat im zweiten Quartal dank Zukäufen und steigender Kundenzahlen die Erlöse gesteigert. Der Umsatz kletterte vor allem wegen der Übernahme des Apple-Händlers Gravis und des Mobilfunk-Onlinehändlers Motion TM um sieben Prozent auf 809,6 Millionen Euro, wie Freenet am Dienstag mitteilte. Im operativen Ergebnis schlug sich dieses Wachstum jedoch nicht nieder. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank auf 85,2 von 85,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt mit 85,8 Millionen Euro beim Ebitda etwas mehr erwartet, beim Umsatz hatten sie nur mit 790 Millionen Euro gerechnet. Seine Zusammenarbeit mit der Metro-Tochter Media-Saturn verlängerte der Konzern vorzeitig.

Freenet gehört wie Drillisch zu den letzten größeren Mobilfunkanbietern ohne eigenes Netz in Deutschland. Solche Unternehmen kaufen den Netzbetreibern Telefon-Minuten und Daten-Pakete ab und vermarkten diese unter eigenem Namen. Auch in Zukunft werde Mobilcom eigene Tarife und die Originaltarife von T-Mobile, Vodafone und E-Plus in den Media-Markt- und Saturn-Filialen vertreiben, erklärte Freenet. Zu den finanziellen Details der Vereinbarung, die nach drei Jahren erstmals gekündigt werden kann, schwieg sich Freenet aus.

Der Konzern konnte die Kundenzahl im zweiten Quartal um rund vier Prozent auf 8,57 Millionen steigern, doch der harte Preiswettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt setzt auch Freenet zu. Der monatliche Durchschnittsumsatz je Kunde (ARPU) sank sowohl bei den Vertrags- als auch bei den Pre-Paid-Kunden.

Unter dem Strich konnte der Mobilfunkanbieter seine Ergebnis im zweiten Quartal dennoch deutlich steigern. Das Konzernergebnis schoss um rund ein Drittel auf 55,4 Millionen Euro in die Höhe. Das sei nahezu ausschließlich auf gesunkene Abschreibungen zurückzuführen. Die von Reuters befragten Analysten hatten einen Überschuss von lediglich 52,3 Millionen Euro erwarten.

„Aufgrund der guten Ergebnisse des zweiten Quartals bestätigen wir sowohl unsere Prognose für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 als auch die im Rahmen unserer Finanzstrategie nachhaltige Dividendenpolitik“, sagte Finanzchef Joachim Preisig. Der Umsatz soll in beiden Jahren zulegen, das Betriebsergebnis auf 355 Millionen im laufenden und 360 Millionen Euro im kommenden Jahr klettern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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