Nach Insolvenz des Baukonzerns
Alpine-Gläubiger müssen länger auf Geld warten

Die Gläubiger des insolventen Baukonzerns müssen sich gedulden. Alpine Bau werde keine sehr hohe Quote zahlen können. Bessere Aussichten gibt es für die Arbeitnehmer.
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WienDer Alpine-Insolvenzverwalter macht den Geldgebern der insolventen Baufirma keine Hoffnung auf eine rasche Rückzahlung ihrer Gelder. „Faktum ist, dass die Gläubiger der Alpine Bau GmbH mit keiner sehr hohen und vor allem nicht mit einer kurzfristig auszuzahlenden Quote rechnen können“, sagte Stephan Riel am Freitag in einem Interview mit dem ORF-Radio. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass auch andere kleinere Zulieferfirmen in finanzielle Schwierigkeiten kämen.

Mehr Hoffnung machte er den rund 4900 in Österreich von der Pleite betroffenen Arbeitnehmern. „Ich gehe doch davon aus, dass die Baustellen nach Ende der jetzt eine Woche dauernden Schrecksekunde fortgesetzt werden können und dass dafür auch Mitarbeiter benötigt werden“, sagte er.

Offen sei, was mit den an die Alpine Bau angegliederten Auslandstöchtern geschehe. „Dort, wo das Auslandsgeschäft von der Alpine Bau GmbH selber in Form von Niederlassungen geführt wurde, wird es im Wesentlichen um Liquidationen gehen.“ Dies gelte aber nicht für Beteiligungsunternehmen der Gruppe. „Das muss man sich einzeln ansehen“, sagte Riel. Bislang hat lediglich die deutsche Alpine-Tochter mit 1500 Beschäftigten Insolvenz angemeldet.

Das frühere Österreich-Geschäft der Alpine soll nun unter den Wettbewerbern aufgeteilt werden. Strabag, Porr und kleinere Firmen wie Swietelsky oder Habau haben Interesse bekundet.

Zum Zug komme, wer den höchsten Preis biete, sagte Riel. „Primär ist es meine Aufgabe, ein optimales Ergebnis für die Gläubiger zu erzielen. Ich meine aber, dass das in der Regel Hand in Hand damit geht, dass die Baustellen fortgeführt werden. Das wiederum wird dazu führen, dass die Mitarbeiter auf den Baustellen einen Arbeitsplatz bekommen.“

Der in Salzburg ansässige Baukonzern hatte vor gut einer Woche Insolvenz angemeldet, weil die spanische Mutter FCC und die Gläubiger kein weiteres Geld mehr in das marode Unternehmen pumpen wollten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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