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Bevölkerung kann Stromtrasse mitfanzieren

Netzausbau
Bevölkerung kann Stromtrasse mitfanzieren

Mit einem Pilotprojekt will der Netzbetreiber Tennet in Schleswig-Holstein für mehr Akzeptanz für den Netzausbau sorgen. Dort können sich die Bürger an der Finanzierung einer sogenannte Bürgerleitung beteiligen.
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KielIn Schleswig-Holstein können sich Bürger künftig an der Finanzierung von Stromtrassen beteiligen. Noch in diesem Jahr soll eine sogenannte Bürgerleitung entstehen, wie der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) am Mittwoch in Kiel ankündigten. Dann könnten sich private Anleger an der geplanten Höchstspannungsleitung an der Westküste des windreichen Bundeslandes beteiligen.

"Der Netzausbau gelingt nur, wenn wir die Menschen in der Region dabei mitnehmen", erklärte Albig. Nach der Entscheidung über das beschleunigte Verfahren zum Ausbau der Leitung zwischen Brunsbüttel und Niebüll sei die Bürgerleitung jetzt "ein weiterer Meilenstein, um die Energiewende im Land zügig umzusetzen".

Da es um Akzeptanz für den Netzausbau gehe, sollten nur private Anleger Wertpapiere erwerben können, teilten Albig und Tennet-Geschäftsführer Lex Hartmann mit. Eine Mindestbeteiligung von voraussichtlich 1000 Euro solle das Projekt besonders für Kleinanleger aus der Region interessant machen. Zudem sollten Bürger, die unmittelbar vom Bau der 380-Kilovolt-Leitung betroffen seien, bevorzugt werden.

Schleswig-Holstein hat mit seinen windreichen Küstenregionen einen besonderen Stellenwert bei der Energiewende. Das Bundeskabinett hatte im Dezember den Bau von drei großen Stromautobahnen beschlossen. Diese sollen den im Norden erzeugten Windstrom in den Westen und Süden Deutschlands bringen.

Kommentare zu "Bevölkerung kann Stromtrasse mitfanzieren"

Alle Kommentare
  • Gem. der ökoreligiösen Visionen soll der Strom wie im Mittelalter mittels Sonne und Wind erzeugt werden. Technisch/wirtschaftlich ist dies abwegig. Sinnlose Subventionen wachsen an bis die Gesellschaft überfordert ist.

    Ein Weg die "Energiewende" zu zementieren, bzw. diese gesellschaftlich zu verankern ist es möglichst viele Wähler und andere Interessengruppen zu vermeintliche Profiteuren zu machen.

    In anderen Ländern hat man die Subventionen für "Erneuerbare" Energien nachträglich gekürzt, oder hat den Erzeugern zusätzliche Netzgebühren auferlegt.

    In Deutschland mit seinen Millionen Solardachbesitzern und künfitg Stromleitungsteilhabern dürfte dies dann enorme Proteste der Besitzstandswahrung hervorrufen.

    Vandale

  • 1000 EUR Beteiligung für eine Stromautobahn vor meiner Haustür. Mitfinanzierung heißt nichts anderes, dass ich mein Geld unter Umständen nicht mehr zurückbekomme bzw. Verzinsung nicht stattfindet!
    Die deutsche Politik will uns Deutsche Bürger wieder einmal hinters Licht führen und verarscht uns von vorn bis hinten!
    Mitfinazierung....wenn ich schon sowas Lese!!!!
    Bestechung und Geldeintreibung beschreibt diese Mitfinanzierung am Besten!

  • Tolle Idee -- man finanziert seine Zinsen über den Stromverbrauch selber. Und auch sehr sozial; die, die wenig bis kein Geld für so etwas übrig haben, zahlen die Zinsen der besser gestellten über ihre Stromrechnung.
    Weshalb baut der Staat die Hochspannungsleitungen nicht selber und verhindert so, dass für die Profite der beteiligten Betreiber und Finanziers über den Strompreis mitgezahlt werden muss. Und wer glaubt denn, dass jemand der eine 380kV Leitung nicht mag die lieber möchte nur weil er als Lohn für die Mitfinanzierung dann 50€ im Jahr bekommt (wovon der Staat allerdings wieder 12,50€ einbehält und wieder einmal mitverdient zu Lasten s.o.)

  • Bürger,die die Stromleitung nicht mögen sollen sie jetzt sogar noch finanzieren.Vielleicht zur Strafe ?
    Wer sich das ausgedacht hat ,hat wohl zuviel DSDS,Dschungelkamp und Ähnliches geschaut.

  • Bevölkerung kann Stromtrasse mitfanzieren!
    So werden unliebsame Bürgerbewegungen gegen die Stromautobahnen vor der Haustüre gekauft.
    Ich hoffe nur, dass niemand diesem Seelenkäufer Albig auf den Leim geht.

  • Auch wenn all jene, die die freie Energie befürworten, noch für Spinner gehalten werden - sie wird sich eines Tage durchsetzen und dann sind solche Trassen überflüssig und jeder, der hierin investiert hat, wird in die Röhre schauen. Ganz abgesehen davon ist das Ganze vermutlich ein Riesenbetrug. Gestern war zu lesen, dass die Trassen für "Atom"-strom aus Russland gebaut werden sollen. Es soll uns mal wieder nur das Geld aus der Tasche gezogen werden.

  • Ignoriert wird einfach das Problem, dass heute schon für hunderttausende Haushalte der Strom nicht mehr bezahlbar ist! Die Beteiligungsmöglichkeiten für diese Stromtrassen müssen gerade die Ärmsten im Lande nur noch als Hohn empfinden. Wir sollten uns endlich eingestehen, dass die Energiewende auf ganzer Linie gescheitert ist. Noch können wir diesen Irrsinn stoppen, auch wenn den bisherigen, schon fast unverschämten Profiteuren, Einbußen entstehen oder auch dem einen oder anderem der Ruin droht. Das EEG war immer verfassungswidrig und das hätte auch jeder Laie erkennen können, nur war die Gier nach schnellem Geld größer. Das ist eben Pech - Der Raubzug am eigenen Volk wird schon bald beendet..

  • Viel interessanter ist doch,das ich als Stromkunde den''Ausbau der Netze'' seit Jahren als Preissteigerungsgrund serviert bekomme...erst vor wenigen Wochen klam ein erkleckliches Sümmschen dazu---wegen des Aus....ich kann es nicht mehr hören!! Und jetzt kaufen ''Kleinanleger'' Dinge die ich bezahle und schöpfen dann noch Gewinn an mir,der ich ''Abnehmer'' bin....sind die noch ganz dicht??Halten die uns wirklich für so bekloppt das wir das nicht Merken?...Fragen über Fragen

  • Das wird für die Kleinanlager sicherlich so ein Flop wie damals die Telekom Aktie.
    Merke: Sobald eine Geldanlage von der Politik Wirtschaft und Presse propagiert wird- FINGER WEG ! (ich sage nur Riester- Rente)

  • Entweder sind unsere Politiker unendlich bekloppt, unendlich unverschämt oder beides. Ich tendiere zu letzterem und schlage vor, die lauten Schreihälse gegen die Atomkraftwerke und deren Sympathisanten zur Kasse zu bitten.
    Wer die sogenannte Energiewende, wie sie hier betrieben wird will, der soll auch zahlen.

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