OECD-Studie Schwellenländer stehen vor Tourismus-Boom

Brasilien, Indien, Südafrika: Viele Schwellenländer werden nach Einschätzung der OECD in den kommenden 15 Jahren einen Tourismus-Boom erleben. Eine Schlüsselrolle werde das Internet spielen, schätzen Experten.
Flug per Onlineportal, Unterkunft von privat: Viele Internetdienste ermöglichen Verbrauchern günstiges Reisen. Das kommt vor allem den Schwellenländern zugute. Quelle: AP
Copacabana in Brasilien

Flug per Onlineportal, Unterkunft von privat: Viele Internetdienste ermöglichen Verbrauchern günstiges Reisen. Das kommt vor allem den Schwellenländern zugute.

(Foto: AP)

BerlinDer Tourismus wird nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vor allem in den Schwellenländern rasant wachsen. Die Zahl der Gäste dürfte in den nächsten 15 Jahren doppelt so schnell steigen wie in den entwickelten Zielländern, heißt es im OECD-Trendreport 2016, der am Donnerstag auf der Reisemesse ITB in Berlin vorgestellt wurde. Die Zahl der Auslandsreisen werde sich insgesamt von 1,1 Milliarden (2014) auf 1,8 Milliarden im Jahr 2030 erhöhen.

Als Haupttreiber des Tourismus sieht die OECD die neuen Möglichkeiten, die das Internet mit der geteilten Nutzung von Unterkünften und Transportmitteln bietet. So mache die Vermittlung von Privatwohnungen über große Plattformen das Reisen für viele Menschen erst erschwinglich, sagte der Schweizer Tourismusexperte Richard Kämpf.

In diesen Städten sind die Hotels am teuersten
Platz 12: Doha (Katar)
1 von 12

Der Finanzdienstleister Bloomberg hat die Preise von Hotels in 100 Städten weltweit verglichen. Auf Platz zwölf der teuersten Hotel-Städte weltweit landet Doha. In der Hauptstadt von Katar gibt es viele Hotels – Tendenz steigend. Grund dafür sind vor allem die Menschen, die zum Arbeiten in das Land kommen. Touristen müssen für eine Nacht in einem Hotel 223 Dollar bezahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 1,3 Prozent. Reisende, die auf der Suche nach einem billigen Hotelzimmer sind, sollten diese Städte möglichst meiden. Denn es geht noch teurer...

Grundlage für die Bloomberg-Rechnungen waren die angebotenen Preise des Online-Reisebüros Expedia für den 1. bis 10. August dieses Jahres sowie den 1. bis 10. Februar 2016. Auf diese Weise sollten Ferien, Werbeaktionen und Tagungspreise berücksichtigt werden.

Quelle: bloomberg.com

Platz 11: London (Großbritannien)
2 von 12

227 Dollar pro Nacht in einem Hotel – in London ist gar nichts billig. Günstige Hotels musste Großbritanniens Hauptstadt nie bieten. Seit Jahren strömen die Touristenmassen auch so nach London. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Hotelpreise um 3,2 Prozent gestiegen. Verglichen wurden die Preise für ein Doppelzimmer für zwei Erwachsene, Hotelsterne wurden dabei außer Acht gelassen.

Platz 10: Hongkong (China)
3 von 12

Hongkong ist eine der attraktivsten Destinationen für Städtereisen. Reisende müssen allerdings bei der Hotelsuche tiefer in die Tasche greifen: 236 Dollar kostet ein Doppelzimmer im Durchschnitt (Anstieg: 2,3 Prozent). Angetrieben werden die Preise in den Städten, in denen es einen Mangel an zur Entwicklung bereitstehendem Land gibt und die Zahl der verfügbaren Zimmer begrenzt ist.

Platz 9: Los Angeles (USA)
4 von 12

Strand und Sonne, Stars und Sternchen – Los Angeles hat einiges zu bieten. Die Hotels sind im Vergleich zu anderen Metropolen der USA noch relativ günstig: 237 Dollar kostet eine Hotelübernachtung. Dennoch sind die Preise innerhalb eines Jahres um 23,8 Prozent nach oben geschossen. Bei den 5-Sterne-Hotels, die mit Spa, Sportklub oder Sportplätzen zu den luxuriösesten gehören, steht Los Angeles an zweiter Stelle. In dieser Kategorie kostet ein Zimmer 584 Dollar.

Platz 7 (1): Miami (USA)
5 von 12

Einen achten Platz gibt es laut Bloomberg nicht, dafür teilen sich zwei US-amerikanische Metropolen Rang sieben: Für 240 Dollar können Miami-Urlauber ein Hotelzimmer für eine Nacht finden. Viel teurer sind die Zimmer aber nicht geworden: die Preise sind um 1,8 Prozent gestiegen.

Platz 7 (2): Chicago (USA)
6 von 12

Der zweite siebte Platz geht an Chicago. Eine Hotelübernachtung kostet hier wie in Miami 240 Dollar, allerdings sind die Preise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Chicago ist ein teures Pflaster und das bekommen vor allem Hotelgäste zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahr müssen sie um die 63,8 Prozent mehr bezahlen.

Platz 6: Tel Aviv (Israel)
7 von 12

Wer in die lebhafte Stadt in Israel reisen will, muss mehr Geld mitnehmen. Die Hotelpreise in Tel Aviv sind nämlich um 8,3 Prozent gestiegen. So kostet ein Doppelzimmer im Hotel pro Nacht 241 Dollar.

In diesem Jahr ist nach der Prognose des Forschungsinstituts IPK International weltweit mit drei Prozent mehr Auslandsreisen als 2015 zu rechnen. In den jüngsten Befragungen bekundeten 15 Prozent der internationalen Touristen, dass sie 2016 auf Auslandsreisen verzichten wollen. Weitere 25 Prozent möchten nur in als sicher eingeschätzte Zielgebiete reisen, so das Ergebnis des World Travel Monitor. Diese Untersuchung basiert auf repräsentativen Umfragen in mehr als 60 Ländern mit rund 500.000 Teilnehmern.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%