Öffentlicher Dienst
Tarifstreit geht in die dritte Runde

In der vergangenen Woche haben sich über 200.000 Verdi-Beschäftigte des öffentlichen Diensts an Warnstreiks beteiligt. Nun hofft die Gewerkschaft in der dritten Verhandlungsrunde auf eine Einigung.
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PotsdamVor der am Montag (11.00) in Potsdam beginnenden dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst hat sich die Gewerkschaft Verdi zuversichtlich gezeigt. „Ich gehe davon aus, dass das Signal der Warnstreiks bei den Arbeitgebern angekommen ist und wir zu einem guten Abschluss kommen“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der „Saarbrücker Zeitung“ (Montag). „Nach den jüngsten Arbeitgeber-Aussagen sehe ich die Chancen dafür bei 50 zu 50.“

Im Vorfeld hatten beide Seiten Zuversicht und Einigungswillen signalisiert. Gleichwohl sind entscheidende Fragen in dem Tarifkonflikt noch nicht geklärt.

Verdi und der dbb-Beamtenbund verlangen für die 2,1 Millionen Angestellten beim Bund und in den Kommunen eine pauschale Erhöhung aller Gehälter um 100 Euro sowie ein weiteres Gehaltsplus von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber haben bislang noch kein Angebot vorgelegt.

Nach den Vorstellungen der Gewerkschaften geht es auch um eine Übernahmegarantie für Auszubildende, um einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen sowie um einen Zuschlag von 70 Euro monatlich für Beschäftigte des Nahverkehrs.

Nach Verdi-Angaben hatten sich in der vergangenen Woche mehr als 200 000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Busse und Bahnen fielen aus, an den Flughäfen wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Auch Kindertagesstätten blieben geschlossen. Warnstreiks gab es auch in zahlreichen kommunalen Krankenhäusern, bei Arbeitsagenturen und in der Bundeswehr-Verwaltung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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