Ölpreis und Krisen
Airlines senken Gewinnprognose für 2014

Wegen steigender Kerosinpreise und Krisen haben die internationalen Fluggesellschaften ihre Gewinnprognose für 2014 um eine Milliarde Dollar gesenkt. Einen Rekordgewinn würde der Branchenverband IATA dennoch erzielen.
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Genf Die internationalen Fluggesellschaften haben ihren für 2014 erwarteten Rekordgewinn wegen steigender Kerosinpreise und der Krisen in einigen Ländern gestutzt. Der Branchenverband IATA teilte am Mittwoch in Genf mit, statt der noch im Dezember ausgegebenen Prognose von 19,7 Milliarden Dollar (14,2 Milliarden Euro) erwarte er nun eine ganze Milliarde Dollar weniger. Doch auch mit 18,7 Milliarden Dollar würden die in der IATA zusammengeschlossenen Fluglinien den bisherigen Rekord von 2010 über 17,3 Milliarden Dollar schlagen.

Seit Dezember seien die Kerosinpreise stärker gestiegen als in der Prognose angenommen, erklärte IATA-Chef Tony Tyler. Unter anderem trage zur Preisentwicklung die politische Unsicherheit in der Ukraine bei, sagte er

Der höhere Ölpreis dürfte Schätzungen zufolge 2014 die Branche mit zusätzlichen 3 Milliarden Dollar belasten, doch steigende Passagierzahlen und größeres Frachtaufkommen machten einen Teil dieser höhere Kosten wett, hieß es.

Neben der Ukraine lastet auch das seit Samstag verschollene Flugzeug der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord auf der Branche. Sorgen bereitet zudem Venezuela. Die Regierung in Caracas blockiert 3,7 Milliarden Dollar an Gewinn, die die dort ansässigen ausländischen Airlines erwirtschafteten und ihren Muttergesellschaften zuführen wollen.

Die IATA vertritt 240 Fluggesellschaften, die 84 Prozent des weltweiten Luftverkehrs abdecken.

Der nunmehr für 2014 erwartete Gewinn von 18,7 Milliarden Dollar liegt weit über den 2013 erzielten 12,9 Milliarden Dollar. Die für 2014 erwarteten Einnahmen summieren 745 Milliarden Dollar. Die Gewinnmarge pro Passagier bleibe mit erwarteten 5,65 Dollar jedoch „dünn“ und liege unter den 6,45 Dollar von 2010, hieß es.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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