Ölpreissturz
US-Fluggesellschaften dank billigem Treibstoff im Aufwind

Der Ölpreisverfall spielt den US-Airlines in die Karten. Experten rechnen damit, dass sie ihre Gewinne wegen des günstigen Sprits weiter steigern werden. Bei Kunden kommt von den geringen Treibstoffkosten wenig an.
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Fort Worth/Atlanta/ChicagoDie großen US-Fluggesellschaften erhalten Rückenwind durch die gesunkenen Ölpreise. American Airlines hat den Gewinn zuletzt bereits kräftig steigern können und will nun die Aktionäre daran beteiligen. Die Kosten für Kerosin sanken im vierten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent, wie die Fluglinie am Dienstag mitteilte.

Der Nettogewinn stieg auf 597 Millionen Dollar (527 Millionen Euro), nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von zwei Milliarden Dollar zu Buche geschlagen hatte. Die Zahlen sind wegen der Fusion mit dem Wettbewerber US Airways Ende 2013 zwar schwer zu vergleichen. Doch auch der um Sondereffekte bereinigte Profit legte um mehr als das Doppelte auf 1,1 Milliarden Dollar (0,9 Milliarden Euro) zu.

In der vergangenen Woche hatten bereits die Wettbewerber Delta und United Airlines ihre Zahlen vorgelegt. Während Delta ebenfalls stark vom Ölpreisverfall profitierte, machte United wegen hohen Absicherungskosten gegen schwankende Treibstoffpreise deutlich weniger Gewinn. Angesichts der Aussicht auf dauerhaft günstigen Sprit kündigte United-Chef Jeff Smisek allerdings wesentlich bessere Ergebnisse für 2015 an.

Bei American Airlines soll nach dem jüngsten Gewinnsprung das Aktienrückkaufprogramm um zwei Milliarden Dollar ausgeweitet werden. Während Investoren also von den Gewinnen profitieren, haben Fluggäste bislang wenig davon. Zwar fielen die Preise laut dem Inflationsindex des Arbeitsministeriums im Dezember um fünf Prozent. Das entspricht aber nur einem geringen Teil des Preisrückgangs bei Kerosin.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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