Österreichischer Baukonzern
Porr expandiert in Deutschland

Hochtief und Bilfinger bekommen neue Konkurrenz: Der Baukonzern Porr aus Österreich will sein Geschäft in Deutschland ausbauen und spätestens in vier Jahren einen Milliardenumsatz machen.
  • 1

WienDer österreichische Baukonzern Porr strotzt vor Optimismus. Der Grund dafür ist das gut laufende Geschäft in Deutschland. „Wir sehen Spielraum im deutschen Markt, nachdem Hochtief und Bilfinger sich neue Schwerpunkte abseits des klassischen Baugeschäfts gesucht haben“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Strauss dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). „Der Umsatzanteil des deutschen Geschäfts wird weiter wachsen.“

Porr hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. „Wir machen in Deutschland einen Umsatz von 600 Millionen Euro. In drei bis vier Jahren wollen wir die Milliarden-Euro-Grenze erreichen“, sagte Strauss. Vor allem beim Hochbau wachse das Geschäft sehr stark. Hier will sich Porr auf Ballungszentren wie Berlin, Frankfurt, Stuttgart, München und das Rheinland konzentrieren. Das Unternehmen setzt besonders auf staatliche Investitionen in die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur.

Deutschland ist für die Porr AG nach Österreich der wichtigste Markt. Das nach der Strabag größte Bauunternehmen Österreichs hat laut Strauss beim U-Bahn-Bau in Berlin, beim Emscher-Kanal im Ruhrgebiet und beim Bahnprojekt Stuttgart 21 gezeigt, dass man auch Großprojekte effizient stemmen könne. Zuletzt hatte das börsennotierte Unternehmen eine Niederlassung in Düsseldorf gegründet und dort 40 Ingenieure von einem insolventen Konkurrenten übernommen.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

Kommentare zu " Österreichischer Baukonzern: Porr expandiert in Deutschland"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Da Bilfinger ja auf seiner Hauptversammlung kund getan hat, seine Ingenieurbausparte abzustoßen, könnte Porr sich doch mit einem Zukauf doch prima in Deutschland aufstellen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%