Österreichisches Unternehmen
Immofinanz verdient weniger

Ein durchwachsenes Jahr geht zu Ende für den österreichischen Immobilienkonzern Immofinanz. Wie groß die Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres sein werden, ist noch nicht abzusehen. Verhandlungen sind in Arbeit.
  • 0

WienDer österreichische Immobilienkonzern Immofinanz hat angesichts sinkender Miet- und Verwaltungseinnahmen nach dem Verkauf zahlreicher Immobilien operativ weniger verdient. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank von Anfang Mai bis Ende Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 305 Millionen Euro, wie die Firma am Mittwochabend mitteilte. Das österreichische Unternehmen hatte sich zum Ziel gesetzt, bis 2015 Immobilien im Wert von 2,5 Milliarden Euro zu verkaufen und das bereits fast zur Gänze erreicht. Allein im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 trennte sich die Firma von Liegenschaften im Wert von 722 Millionen Euro.

In der Folge gingen jedoch die Mieterlöse um knapp drei Prozent und die Einnahmen aus der Verwaltung der Immobilien um 1,5 Prozent zurück. Unter dem Strich profitierte die Wiener Firma von positiven Effekten aus Wechselkursschwankungen und der Bewertung von Derivaten: Der Gewinn stieg in den ersten sechs Monaten um gut 53 Prozent auf knapp 160 Millionen Euro.

Eine konkrete Prognose für den Rest des Geschäftsjahres wagte Immofinanz nicht. Die Vorbereitungen für eine Trennung von der Wohnimmobilientochter Buwog liefen jedoch auf Hochtouren. Dafür hat der Konzern neben einem klassischen Börsengang auch eine Abspaltung ins Auge gefasst.

Zunächst will Immofinanz für die Tochter aber noch einige tausend Wohnungen in Deutschland kaufen, um sie für Investoren attraktiv zu machen. Dazu verhandelt das Unternehmen über einen rund 900 Millionen Euro schweren Zukauf von rund 18.000 Wohnungen, die derzeit einem Fonds der Deutschen Bank und der Immobilienfirma Prelios (Pirelli) gehören. Details dazu nannte Immofinanz zunächst nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Österreichisches Unternehmen: Immofinanz verdient weniger"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%