Paketboom und Portoerhöhung: Post will nach Gewinnsprung auch 2014 zulegen

Paketboom und Portoerhöhung
Post will nach Gewinnsprung auch 2014 zulegen

Die Deutsche Post hat das vergangene Jahr mit einem Nettogewinn von mehr als zwei Milliarden Euro abgeschlossen. Damit übertrifft der Logistikonzern die Erwartungen. Davon profitieren auch die Aktionäre.
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BonnDer anhaltende Paketboom in Deutschland, starke Zuwächse im Expressgeschäft und eine niedrigere Steuerlast lassen die Gewinne bei der Deutschen Post DHL in die Höhe schnellen. Dazu kam ein Rekord im Weihnachtsgeschäft. Im vergangenen Jahr steigerte der weltweit größte Logistik- und Postkonzern seinen Überschuss um mehr als 27 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Bonn mit.

Von der guten Entwicklung sollen die Aktionäre mit einer Aufstockung der Dividende um 10 Cent auf 0,80 Euro je Aktie profitieren. Das ist die zweithöchste Dividende in der Unternehmensgeschichte.

Vorstandschef Frank Appel zeigte sich zufrieden mit den Bilanzzahlen: „Das Jahr 2013 hat uns einen wichtigen Schritt voran gebracht.“ Angesichts fehlender Wachstumsimpulse in der Weltwirtschaft werde das Unternehmen aber hart an sich arbeiten müssen, um die gesteckten Ziele für 2015 zu erreichen, betonte er. In dem Jahr peilt die Post ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in einem Volumen von 3,3 Milliarden bis gut 3,5 Milliarden Euro an. Im vergangenen Jahr war das Ebit bei einem Umsatz von nahezu unverändert 55,1 Milliarden Euro um 7,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro angestiegen.

Die Post übertraf beim Gewinn damit deutlich die Markterwartungen. Analysten hatten mit einem Umsatz von 14,783 Milliarden Euro, einem Ebit von 878 Millionen Euro und einem Gewinn von 557 Millionen Euro gerechnet. Die Dividende für 2013 hatten sie bei 0,76 Euro erwartet.

Die Aktien der Deutschen Post fanden am Mittwoch nur schwer eine Richtung. Die im Dax gelisteten Titel schwankten zwischen einem Plus von 1,7 Prozent und einem Minus von 1,5 Prozent. „Der Konzern hat ein solides Zahlenwerk vorgelegt“, urteilte DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp. Das Ebit-Ziel für 2014 liege allerdings leicht unter den aktuellen Erwartungen. Insgesamt sieht Schlamp den Konzern angesichts der „strategisch guten Positionierung und der langfristig intakten Wachstumsperspektiven“ weiter positiv. Er bekräftigte die Kaufempfehlung für die Aktien.

Die höchsten Ertragszuwächse verzeichnete 2013 die Briefsparte. Hier verbesserte sich das operative Ergebnis um 17 Prozent. Neben einer Verbesserung der Erlöse durch die Portoerhöhung von Anfang 2013 sei vor allem das dynamische Paketgeschäft Treiber der Entwicklung gewesen. Hintergrund ist das ungebrochene Wachstum des Internethandels.

Profitiert habe die Post auch von neuen Angeboten wie der Ausweitung der Abendzustellung auf immer mehr Ballungsgebiete, der Ausbau der Packstationen sowie das Angebot von DHL-Paketkästen vor der Haustür.

Ende 2013 beschäftigte die Post weltweit 480.000 Menschen, gut 6000 mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland standen rund 200.000 Menschen auf der Gehaltsliste des Bonner Konzerns. Neue Mitarbeiter wurden vor allem im Paketgeschäft eingestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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