Paketdienst: Betriebsrenten lassen UPS-Gewinn bröckeln

Paketdienst
Betriebsrenten lassen UPS-Gewinn bröckeln

Im vergangenen Jahr hat der US-Paketdienst wegen milliardenschwerer Abschreibungen einen Großteil seines Unternehmensgewinns eingebüßt. Auch Wirbelsturm „Sandy“ hat das Ergebnis belastet.
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AtlantaMilliardenschwere Abschreibungen bei den Betriebsrenten haben den US-Paketdienst UPS im abgelaufenen Jahr einen großen Teil seines Gewinns gekostet. Unter dem Strich verdiente der Konkurrent der Deutschen Post 807 Millionen Dollar (600 Millionen Euro) und damit nur gut ein Fünftel so viel wie im Vorjahr. Auch der im Oktober über die US-Ostküste hinweggezogene Wirbelsturm „Sandy“ belastete, wie der Post-Rivale am Donnerstag am Sitz in Atlanta erklärte.

Die Frage ist nun, wie es im laufenden Jahr weitergeht. Finanzchef Kurt Kuehn erwartet, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr hinter dem langfristigen Trend zurückbleibt. Logistikfirmen gelten als Barometer für die Konjunktur. Sie arbeiten für so gut wie alle Branchen und für Privatkunden. UPS ist ein scharfer Rivale der Deutschen Post.

Konzernchef Scott Davis machte auch die Politik für die unsichere Zukunft verantwortlich. Es gebe keinen Fortschritt in Washington, sagte er. Dort tobt seit Monaten ein Grabenkampf um das Budget. Er versprach dennoch einen Zuwachs des Gewinns im eigentlichen Geschäft. Mit seiner Prognose blieb er jedoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Aktie fiel um zwei Prozent.

Erschwerend kommt für UPS hinzu, dass die EU-Wettbewerbshüter gerade den Kauf des niederländischen Wettbewerbers TNT Express untersagt haben. Mit der 5,2 Milliarden Euro schweren Übernahme hätten die Amerikaner in Europa im lukrativen Expressgeschäft zum hiesigen Platzhirsch Deutsche Post DHL aufschließen können.

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