Paketdienst
UPS klagt über schwächelnde US-Industrie und knauserige Kunden

Für den US-Paketdienst laufen die Geschäfte nicht rund. Schuld daran sind für das Unternehmen auch die Kunden – die greifen nämlich lieber zu günstigeren Versandarten. Die Gewinnaussichten brechen ein.
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AtlantaDie Geschäfte des US-Paketdiensts UPS laufen schlechter als gedacht. Der Rivale der Deutschen Post DHL klagte am Freitag über eine schwächelnde US-Industrie sowie über Kunden, die lieber zu günstigeren Versandarten greifen. UPS geht deshalb davon aus, im Gesamtjahr weniger zu verdienen als bis dato angepeilt. Die Aktie fiel im frühen New Yorker Handel um 5 Prozent.

Die Nachricht ist ein schlechtes Omen für die US-Wirtschaft: Logistikfirmen gelten als Konjunkturbarometer, weil sie für alle Branchen und für Privatleute arbeiten. Jüngst hatte bereits das US-Handelsministerium seine Erwartungen an das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr heruntergeschraubt. Einer der wenigen Lichtblicke war zuletzt der Häusermarkt, wo wieder mehr gebaut und renoviert wird.

Auch der UPS-Erzrivale FedEx hatte kürzlich über eine schleppende Erholung der US-Wirtschaft berichtet. Vor diesem Hintergrund verschicken viele Kunden ihre Pakete statt mit dem teuren Schnelldienst lieber mit dem günstigeren Standardversand. „Wir rechnen damit, dass die Trends aus dem zweiten Quartal anhalten werden“, erklärte UPS-Finanzchef Kurt Kuehn am Sitz in Atlanta.

Allerdings würde UPS auch mit seiner gesenkten Prognose noch mehr Geld verdienen als im Vorjahr und zwar zwischen 3 und 7 Prozent mehr. Die Paketdienste profitieren von einem florierenden Online-Handel sowie firmeneigenen Sparprogrammen, mit denen sie ihre Kosten drücken.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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