Personalberatung
Strategiestreit spaltet Signium International

Nach internen Richtungskämpfen haben sich Teile der Personalberatung Signium International abgespalten. Die neue Konkurrenzberatung hat ehrgeizige Pläne.
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DüsseldorfDer langjährige ehemalige Weltchef der Personalberatung Signium International, Bernd Prasuhn, hat mit Vertrauten die vornehmlich auf Mittelstandskunden spezialisierte Personalberatung verlassen. Unter der Traditionsmarke Ward Howell International baut er eine globale Konkurrenzberatung auf. Das bestätigte Prasuhn dem Handelsblatt auf Anfrage. 

Ward Howell, gegründet 1951 in den USA, ist die Vorläuferorganisation von Signium International und gilt nach Boyden als zweitälteste Personalberatung der Welt. Grund für die Trennung waren Unstimmigkeiten über die künftige Ausrichtung.

Prasuhn will international expandieren und verstärkt Top-Positionen für multinationale Konzerne vermitteln. Die Mehrheit der Signium-Partner weltweit stellte sich jedoch gegen Prasuhn. „Es gibt keinen Grund, unsere derzeitige erfolgreiche Strategie zu ändern", sagte Horst Neller, Managing Partner von Signium International, dem Handelsblatt. Weltweit hat Signium in 28 Ländern 44 Büros und macht einen Umsatz von schätzungsweise 50 Millionen Dollar. 

Die neue Konkurrenzberatung Ward Howell hat ehrgeizige Pläne. Schon Mitte des Jahres will sie größer sein als Signium. Prasuhn hat soeben vier Büros einer Personalberatung in China übernommen, Kooperationsgespräche in Russland stehen demnach kurz vor dem Abschluss. Hierzulande will Prasuhn rund 25 ehemalige Vorstände und Geschäftsführer großer Unternehmen als Berater verpflichten. Neben der Direktsuche soll die Beratung in Führungsfragen ein zweites wichtiges Standbein von Ward Howell International werden.

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