Lange galt die Deutsche Bahn auf der Schiene als konkurrenzlos. Doch die Wettbewerber des Staatskonzerns erkämpfen sich immer mehr Marktanteile. Für den Kunden sinken die Preise bislang trotzdem nicht.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Nutzer entscheiden sich für die Fernbusse, weil die billiger sind, und gegen die Bahn, weil die völlig überteuert, unpünktlich und marode ist und nicht in der Lage ist, mit ihren Fahrgästen zu kommunizieren (manchmal hat man auch den Eindruck, die Fahrgäste wären der Bahn egal oder gar lästig). Das haben die Bahn und Dobrindt sich angeguckt und daraufhin messerscharf kombiniert: „Die haben WLAN! Das brauchen wir auch!“. Schön doof. Taugt jedenfalls nicht unbedingt als Beispiel für die Segnungen des Wettbewerbs, sondern eher als Beispiel dafür, dass Politiker und Manager gerne Tatkraft simulieren, indem sie irgendwas machen, Hauptsache es steht in der Zeitung, und Hauptsache, sie müssen sich dann nicht um die eigentlichen Probleme kümmern. Aktionismus nennt man das wohl. Im Übrigen ist sicher nicht davon auszugehen, dass die Bahn-BWLer sich die immensen Kosten für das WLAN vom Munde absparen werden. Das „Gratis“-Angebot wird wohl eher über die Fahrpreise finanziert werden, und zwar auch von denen, die das nicht nutzen. Zwangsbeglückung, die zu höheren Preisen führt. Dann doch lieber „no frills“. Auf jeden Fall sollte man sich mal diese naive Marktgläubigkeit abgewöhnen.

  • Jede Konkurrenz ist hier gut, sei es per Fernbus oder alternative Anbieter auf der Schiene, egal ob privat oder halbstaatlich. Ist sicher nicht leicht für die DB, aber dient den Kunden. Es sei beispielhaft nur mal an diese Internet-Zugang Geschichte erinnert: Nur weil die Fernbusse das ganz natürlich mit anbieten, hat sich die DB mal die Mühe gemacht darüber nachzudenken und hat das dann erst für die 1. Klasse eingeführt, und seit Beginn dieses Jahres für alle. Konkurrenz sei dank.

  • Sie schreiben es doch selbst im Artikel: Die Bahnen, die hierzulande als „Konkurrenz“ zur DB rumfahren, werden weitgehend von Töchtern anderer, ausländischer Staatskonzerne betrieben. Trotzdem werden sie im selben Artikel konsequent als „privat“ bezeichnet. Was soll das bloß? Richtig wäre, von einer pseudoprivaten Pseudokonkurrenz zu reden. Privat ist da nix, und „Konkurrenz“ im Sinne von „der Verbraucher hat die Wahl aus mehreren Anbietern“ findet auf den meisten Strecken auch nicht statt. Geht ja auch gar nicht. Technisch nicht, weil das System Gleis halt so ist, wie es ist, nämlich begrenzt vorhanden, und wirtschaftlich nicht, weil das Gleis ja dem Staatskonzern gehört, der sich neuerdings als „AG“ verkleidet. Soll hier wohl publizistisch die FDP-Mitregierung schonmal schmackhaft gemacht werden, und auf der verzweifelten Suche nach einem Beispiel für eine gelungene Privatiserung war das hier dann halt das Beste, was sich fand? Post z. B. läuft ja auch nicht so richtig gut. Sehr kläglich alles.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%