Ratingagentur in Sorge
S&P warnt bei Hellas-Pleite vor Domino-Effekt

Die US-Ratingagentur S&P warnt im Falle einer Greichenland-Pleite vor einem möglichen Domino-Effekt. Sollten vom „Grexit“ getroffene Banken Staatshilfen benötigen, so könnten die Bonitätsnoten der Länder leiden.
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LondonGriechenlands Schuldenprobleme bedrohen nach Einschätzung der US-Ratingagentur Standard & Poor's die Bonitätsnoten mehrerer südosteuropäischer Länder. Für Bulgarien, Mazedonien, Albanien, Rumänien und Serbien könnte sich die enge Verflechtung ihrer Finanzsysteme mit griechischen Banken negativ auswirken, teilte S&P am Mittwoch mit.

Sollte Griechenland aus der Euro-Zone ausscheiden, wäre ein Domino-Effekt zu befürchten: Griechische Banken drohten bei einem Bankrott ihre Tochtergesellschaften in den südosteuropäischen Staaten mit in den Abgrund zu reißen. „Wir schließen die Möglichkeit staatlicher Unterstützung für Banken nicht aus“, erklärte die Agentur. Sollten diese Hilfen dann die Staatsfinanzen deutlich schwächen, könnte das negative Folgen für die Kreditwürdigkeit der Länder haben.

Der Marktanteil von Ablegern griechischer Geldhäuser wie der Alpha Bank, der Piraeus Bank und Eurobank Ergasias reicht laut S&P von 15 Prozent in Rumänien und Serbien bis hin zu mehr als 20 Prozent in Bulgarien und Mazedonien. S&P hatte zuvor erklärt, die Agentur gehe weiterhin davon aus, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt. Der schleppende Fortschritt der Gespräche sei dennoch ein Zeichen, dass auch ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsgemeinschaft möglich ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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