Ratingagentur
S&P zahlt 1,5 Milliarden Dollar an US-Behörden

Im Streit um geschönte Kreditbewertungen hat sich Standard & Poor's mit den US-Behörden geeinigt. Die Ratingagentur muss insegsamt 1,5 Milliarden Dollar zahlen – und kommt damit noch vergleichsweise glimpflich davon.
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New YorkStandard & Poor's (S&P) hat sich im Rechtsstreit um geschönte Kreditbewertungen mit der US-Regierung und dem Pensionsfonds Calpers geeinigt. Die Ratingagentur wird im Rahmen eines Vergleichs insgesamt 1,5 Milliarden Dollar, umgerechnet 1,3 Milliarden Euro, zahlen.

Das geht aus einer Mitteilung der S&P-Mutter McGraw Hill vom Dienstag hervor. S&P kommt damit relativ glimpflich davon – das Justizministerium hatte erst fünf Milliarden Dollar gefordert.

Jeweils 687,5 Millionen Dollar gehen an das Justizministerium und 20 Bundesstaaten. Weitere 125 Millionen Dollar fließen an den kalifornischen Pensionsfonds Calpers. S&P kauft sich damit in einem Verfahren um frisierte Bonitätsnoten frei. Der Ratingfirma war vorgeworfen worden, Investoren mit zu positiven Kreditbewertungen in die Irre geführt und so die Finanzkrise angefacht zu haben.

Zuletzt hatte sich S&P bereits mit der US-Börsenaufsicht auf einen Vergleich geeinigt, um Vorwürfe wegen geschönter Ratings aus der Welt zu schaffen. S&P zahlt dabei 77 Millionen Dollar und darf ein Jahr lang keine Bewertungen mehr für bestimmte durch Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen vergeben. Diese Papiere gelten als Brandbeschleuniger der Finanzkrise von 2008.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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