Reisekonzern: Thomas Cook streicht 2500 Stellen in Großbritannien

Reisekonzern
Thomas Cook streicht 2500 Stellen in Großbritannien

Der hochverschuldete TUI-Rivale Thomas Cook streicht in Großbritannien 2500 Stellen. Gleichzeitig werden 195 Filialen geschlossen. Die Konjunkturflaute macht dem Konzern zu schaffen.
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LondonDer kriselnde Reisekonzern Thomas Cook treibt seinen Sparkurs voran und baut in seiner britischen Heimat 2500 Stellen ab. Die meisten Arbeitsplätze sollten im Filialnetz und in der Verwaltung wegfallen, teilte der hoch verschuldete TUI-Rivale, der in Deutschland unter anderem mit Neckermann Reisen, Öger Tours und dem Ferienflieger Condor vertreten ist, am Mittwoch mit. In diesem Zusammenhang würden auch 195 Filialen geschlossen. In Großbritannien und Irland beschäftigte Thomas Cook zuletzt 15.500 Menschen.

Die Maßnahmen seien Teil des Restrukturierungsprogrammes für den angeschlagenen Konzern. Ziel sei es, administrative Kosten zu senken. Thomas Cook hatte bereits zuvor 149 Reisebüros in Großbritannien geschlossen. Ferner kooperieren die Flugzeug-Flotten innerhalb des Konzerns enger, Hotels wurden verkauft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stand ein Verlust von 590 Millionen Pfund (682,5 Mio Euro) zu Buche.

Neben dem Personal in den Reisebüros werden auch Stellen am Unternehmenssitz in Peterborough betroffen sein, kündigte Großbritannien-Chef Peter Fankhauser an. „Es ist nie leicht, Entscheidungen zu treffen, die direkt unsere Leute betreffen“, sagte er. „Aber wir schulden es auch unseren Kunden, dass, wenn sie ihren Urlaub bei uns buchen, die administrativen Kosten so niedrig sind wie nur möglich.“

Thomas Cook setzt wie der gesamten Branche schon seit längerem die Wirtschaftskrise in Europa und der harte Preiskampf auf dem Reisemarkt zu. In Schieflage geriet der Konzern dann im arabischen Frühling vor zwei Jahren, als die politischen Unruhen Urlauber von Reisen in seine traditionellen Urlaubsländer Tunesien, Ägypten und Marokko abhielten.

Das Unternehmen stand im vergangenen Jahr mit einem Bein im Aus. Nur eine milliardenschwere Kreditlinie der Banken rettete den Reisekonzern. Auf dem Heimatmarkt lief im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (Ende September) fünfmal so viel Verlust auf wie im Rest des Geschäftes von Thomas Cook.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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