Rhön-Übernahme
Fresenius meldet Transaktion beim Bundeskartellamt an

Das Ringen um die Rhön-Kliniken dauert bereits seit Monaten an. Nun hat Fresenius seine milliardenschwere Transaktion beim Bundeskartellamt angemeldet. Die Behörden werden die Pläne ganz genau unter die Lupe nehmen.
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DüsseldorfDer Medizinkonzern Fresenius treibt seine Pläne zur Übernahme zahlreicher Krankenhäuser des Klinikbetreibers Rhön-Klinikum voran. Fresenius meldete die rund drei Milliarden Euro schwere Transaktion beim Bundeskartellamt zur Prüfung an, wie die Bonner Behörde am Dienstag im Internet mitteilte. Die Wettbewerbshüter haben nun erst einmal einen Monat Zeit, um sich die Pläne anzuschauen. Dann können sie entscheiden, ob sie diese freigeben oder in eine vertiefte Prüfung einsteigen, die weitere drei Monate andauern kann. In der Vergangenheit hatte das Kartellamt Fusionspläne im Gesundheitssektor oft eingehend unter die Lupe genommen.

Das Ringen um die Kontrolle des fränkischen Klinikbetreibers Rhön-Klinikum dauert bereits seit Monaten an. Zuletzt hatte sich der Medizintechnikkonzern B. Braun bei Rhön-Klinikum eine Sperrminorität gesichert, nachdem das Kartellamt diese Pläne genehmigt hatte. Zuvor hatte sich bereits die Klinikkette Asklepios mit einer Beteiligung an der MDax-Gesellschaft in Stellung gebracht.

Beide fürchten eine Vormachtstellung von Fresenius und Rhön auf dem deutschen Klinikmarkt – Asklepios als Klinikrivale, B. Braun als großer Krankenhauszulieferer. Fresenius will 43 Kliniken und 15 medizinischen Versorgungszentren von Rhön übernehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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