Roland Berger
Mit neuer Strategie zu alter Stärke

Roland Berger hat den personellen Aderlass gestoppt: Nach der gescheiterten Fusion mit Deloitte besinnt sich die Unternehmensberatung unter neuer Führung auf das Kerngeschäft – und holt verlorene Partner zurück.
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DüsseldorfDie Unternehmensberatung Roland Berger hat sich unter der Führung des neuen Chefs Charles-Edouard Bouée eine Strategie zurechtgelegt, um aus der Krise zu kommen. Wichtige Elemente sind nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) die Besinnung auf das Kerngeschäft Sanierung und Allianzen mit anderen Unternehmen in ausgewählten Bereichen wie etwa Unternehmensfinanzierung.

Diesen Plan stellte der Ende Juni von den 200 Partnern gewählte Bouée erst vor wenigen Tagen auf einer internen Veranstaltung vor. Berger war durch eine forcierte Auslandsexpansion und eine gescheiterte Fusion mit dem Wirtschaftsprüfer Deloitte in Turbulenzen geraten. Mehrere Partner verließen daraufhin das Unternehmen. Der Aderlass ist nun gestoppt. Nach Informationen des Handelsblatts sind mehrere Partner inzwischen zurückgekommen, vor allem erfahrene Unternehmenssanierer.

2015 will Roland Berger seinen Partnern auch wieder nach zwei dividendenlosen Jahren eine Dividende zahlen. Damit der Neustart gelingt, muss auch Gründer Roland Berger auf Geld verzichten. Der Ehrenvorsitzende, der rund 2,5 Prozent der Anteile hält, hatte mit anderen Partnern auf dem Höhepunkt der Krise 50 Millionen Euro zusätzlich in die Firma gesteckt, topverzinst wie ein Risiko-Investment zu acht Prozent. Inzwischen hat man sich auf 3,5 Prozent verständigt, heißt es in Kreisen des Unternehmens.

Den vollständigen Bericht finden Sie als Digitalpass-Kunde hier zum Download.

Dieter Fockenbrock
Dieter Fockenbrock
Handelsblatt / Chefkorrespondent

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