Rund 180 Millionen Verlust
Bilfinger rutscht tief in die Miesen

Nach hohen Abschreibungen in der Energiesparte muss Bilfinger wohl auch im Gesamtjahr einen Verlust hinnehmen. Allein im dritten Quartal liegt er bei 180 Millionen Euro. Der Konzern steht vor einem personellen Neuanfang.
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StuttgartDer Einbruch des Kraftwerksgeschäfts und hohe Abschreibungen haben den kriselnden Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger im dritten Quartal tief in die Verlustzone gedrückt. Von Juli bis September fiel ein Nettoverlust von 180 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 48 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Das bereinigte operative Ergebnis ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um die Hälfte zurück auf 50 Millionen Euro. Der Umsatz stieg leicht auf zwei Milliarden Euro. Bilfinger hatte vergangene Woche zum vierten Mal in diesem Jahr die Ergebnisprognose senken müssen.

Wegen Abschreibungen in der schwachen Energiesparte und auf eine Anlage zum Bau von Windparks in Höhe von 230 Millionen Euro wird auch im Gesamtjahr unter dem Strich ein Verlust anfallen. Das bereinigte operative Ergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten werde mindestens 270 Millionen Euro betragen, bekräftigte der Vorstand.

Der Mannheimer Konzern steht nach dem Rücktritt von Vorstandschef Roland Koch und Aufsichtsratschef Bernhard Walter vor einem personellen Neuanfang, der mit der Wahl des Ex-Metro-Chefs Eckhard Cordes zum Aufsichtsratsvorsitzenden am Dienstag eingeläutet wurde.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rund 180 Millionen Verlust: Bilfinger rutscht tief in die Miesen"

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  • >> Bilfinger rutscht tief in die Miesen >>

    Das kommt nicht von ungefähr. Am Ruder des Konzerns stand ja auch ein renomierter Politiker Koch, der sich sein Pöstchen durch Zuschancen von Aufträgen im Flughafengeschäft ergattert hat.

    Den Rest gibt diesem Laden der neue Aufseher Cordes, der die Metro schon vor die Wand gefahren hat.

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