Sicherheitsdienste: Warnstreiks an drei Flughäfen

Sicherheitsdienste
Warnstreiks an drei Flughäfen

Nach dem Tarifabschluss für NRW will Verdi auch in anderen Bundesländern höhere Löhne für die Sicherheitsbranche durchsetzen.
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BerlinAn mehreren deutschen Flughäfen müssen sich Passagiere am Montag wegen des Tarifkonflikts in der Sicherheitsbranche auf Verzögerungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten der Branche an den Flughäfen Hamburg, Stuttgart und Hannover zu ganztägigen Streiks auf. Damit werde angesichts der festgefahrenen Tarifverhandlungen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen der Druck auf den Arbeitgeberverband BDSW erhöht, erklärte Verdi am Sonntag.
Die Arbeitgeber müssten sich nach dem am Donnerstag erzielten Tarifabschluss für Nordrhein-Westfalen auch in anderen Bundesländern bewegen, forderte die Gewerkschaft. „Sicherheit hat ihren Preis“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn. Auch Beschäftigte in militärischen oder kerntechnischen Anlagen werden sich Verdi zufolge am Montag teilweise an den Warnstreiks beteiligen.
Die Gewerkschaft fordert Lohnerhöhungen für das private Sicherheitspersonal auf Flughäfen, in Flüchtlingsheimen, Atomkraftwerken und ähnlichen Bereichen zwischen 0,70 Cent und 2,50 Euro je Stunde.

Die Sicherheitswirtschaft hat die angekündigten Warnstreiks scharf kritisiert. In Hamburg würden die Verhandlungen am Mittwoch fortgesetzt und auch in Hannover hätten die Arbeitgeber einen ersten Verhandlungstermin angeboten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BDSW, Harald Olschok, am Sonntag laut Mitteilung.

Die Tatsache, dass Verdi-Vorstandsmitglied Petra Gerstenkorn die Streiks angekündigt habe, zeige, dass die Verdi-Zentrale in Berlin die Streikaktionen koordiniere, die seit mehr als zwei Monaten den Luftverkehr in vier Bundesländern nachhaltig belastet hätten. Olschok sprach von „ungerechtfertigten Warnstreiks“ und forderte ein verbindliches Schlichtungsverfahren, bevor Streiks an Flughäfen zulässig seien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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