Social-Media-Barometer
Gagfah vor dem MDax-Rauswurf

Die Deutsche Annington hat sich fast alle Anteile am Immobilien-Konkurrenten Gagfah gesichert. Nun, wo die Fusion fast vollzogen ist, ist auch die Deutsche Börse zu einer Reaktion gezwungen. Das wird im Netz diskutiert.
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DüsseldorfKonsolidierung in der Immobilienbranche: Marktführer Deutsche Annington schluckt den Konkurrenten Gagfah. Ein neuer Wohnungsriese entsteht. Das allein ist nicht neu. Neu ist jedoch, dass die Annington ihren Anteil an Gagfah auf 93,82 Prozent aufgestockt hat – nachdem das Bundeskartellamt die Fusionspläne abgesegnet hat. Für das Übernahmeziel stehen jedoch schon vor Finalisierung des Zusammenschlusses die ersten Konsequenzen unmittelbar bevor.

Diese Konsequenzen haben im Social-Media-Barometer des Handelsblatts für eine deutliche Bewegung gesorgt. Um 174 Prozent nahm die Aktivität auf Twitter und Facebook in den vergangenen 24 Stunden zu. Gesprächsthema: Gagfahs anstehender Rauswurf aus dem Nebenwerteindex MDax.

Um im MDax gelistet zu werden, müssen sich mindestens zehn Prozent der Unternehmensanteile in Streubesitz befinden. Bei fast 94 Prozent auf Seiten der Deutschen Annington rechnerisch natürlich unmöglich. Die Deutsche Börse ist in diesen Fällen angehalten, umgehend zu reagieren – eigentlich binnen zwei Tagen, spätestens jedoch bei der turnusmäßigen Indexanpassung im März.

Die eigentlich spannende Frage, wenn ein Platz in einem Index frei wird, ist aber: Welcher Konzern rückt nach? In diesem Fall, so der Nachrichtensender N-TV, heißen die Nachrückkandidaten Bertrandt, Hella – und Zalando. Ingenieursdienstleister Bertrandt werden dabei die größten Chancen zugeschrieben.

Umgekehrt könnte die Deutsche Annington den Sprung in die erste Börsenliga schaffen: Der künftige Marktgigant gilt als heißer Kandidat, Lanxess aus dem Dax zu kegeln.

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