Starker Nettogewinn
Mastercard profitiert von der Lust auf Plastikgeld

Immer mehr Kunden tragen anstatt Bargeld lieber nur noch ihre Kreditkarte im Portmonee. Klar, dass das nun den Anbietern zu Gute kommt. Mastercard kann seinen Nettogewinn ordentlich steigern.
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BangaloreDer weltweit zweitgrößte Kreditkartenanbieter MasterCard profitiert kräftig von der steigenden Neigung zum bargeldlosen Bezahlen. Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal überraschend deutlich um gut ein Fünftel auf 848 Millionen Dollar, wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Einnahmen legten um 15 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar zu. Trotz der weltweit schwachen Konjunktur sei das Geschäft insgesamt sehr gut verlaufen, sagte Vorstandschef Ajay Banga. Die Aktie gewann im vorbörslichen Handel drei Prozent. Auch Branchenprimus Visa erwirtschaftete im abgelaufenen Quartal wieder schwarze Zahlen. Zuletzt hatte auch der Rivale American Express von höheren Gebühren profitiert und den Gewinn gesteigert.

Allerdings will nun die EU-Kommission die Gebühren begrenzen, die Banken und Kreditkartenanbieter den Händlern für die Kartenzahlung in Rechnung stellen. Dies wird nach Einschätzung von Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia zu geringeren Kosten im Einzelhandel führen, der wiederum den Vorteil über niedrigere Preise an die Kunden weitergeben könnte. Die EU sieht in den hohen Gebühren einen Auswuchs des Wettbewerbs zwischen den beiden führenden Kreditkartenanbietern Visa und MasterCard, die den Markt mit zusammen etwa 97 Prozent fast völlig kontrollieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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